Hessenkasse: Millionen für 27 neue Gemeindeprojekte
Das Land Hessen unterstützt seine Gemeinden mit dem Investitionsprogramm der sogenannten Hessenkasse. Im August kommen nun 27 neue Projekte hinzu. Insgesamt fließen in diese Vorhaben mehr als 6,3 Millionen Euro.
Die Förderung verteilt sich auf mehrere Orte. Davon profitieren unter anderem Allendorf (Lumda), Erzhausen, Fischbachtal, Frielendorf, Fürth, Habichtswald, Kirtorf, Lich, Modautal, Nauheim, Reichelsheim (Wetterau), Weißenborn und Wesertal.
Was genau mit dem Geld passiert, sieht man an konkreten Beispielen: In Frielendorf bekommen die Feuerwehrhäuser neue Notstromaggregate. In Habichtswald gibt es für die Kita Dörnberg eine Photovoltaik-Anlage und ein neues Klettergerüst. Der Bauhof in Reichelsheim kann sich neue Fahrzeuge kaufen und in Wesertal wird das Dach der Heimatscheune Vernawahlshausen repariert.
Das Programm funktioniert so, dass das Land den Großteil der Kosten übernimmt. Die Gemeinden müssen nur einen kleinen Teil selbst bezahlen. Dieses Geld können sie aus eigenen Mitteln nehmen oder sich als Kredit bei der WIBank leihen. Gefördert werden vor allem Reparaturen, Umbauten oder die Erweiterung von öffentlichen Einrichtungen. Auch neue Geräte oder Fahrzeuge gehören dazu.
Die Hessenkasse ist eigentlich ein großes Paket zur Entschuldung. Das Land hat damit Kassenkredite von verschuldeten Kommunen in Höhe von rund 5 Milliarden Euro übernommen. Wer in der Vergangenheit keine neuen Schulden gemacht hat, wird nun durch das Investitionsprogramm belohnt.
Insgesamt stehen hinter der Hessenkasse bereits 1926 Projekte. Das gesamte Investitionsvolumen liegt mittlerweile bei über 1,1 Milliarden Euro. Davon steuerte das Land rund 618 Millionen Euro bei. Die Kommunen haben zusätzlich über 370 Millionen Euro aus eigener Tasche investiert und weitere 74 Millionen Euro von anderen Stellen organisiert.