Hessen und indischer Bundesstaat Maharashtra schließen Wirtschaftsdeal
Hessen setzt auf Indien, um die Wirtschaft anzukurbeln. Ministerpräsident Boris Rhein hat in Mumbai (Indien) eine gemeinsame Absichtserklärung mit dem indischen Bundesstaat Maharashtra unterzeichnet. Der Deal soll eine direkte wirtschaftliche Verbindung zwischen Europa und Indien schaffen. Da sowohl Frankfurt als auch Mumbai die wichtigsten Finanzzentren ihrer Länder sind, wollen beide Seiten die Märkte der Zukunft gemeinsam aufbauen.
Konkret bedeutet das: Unternehmen aus Hessen sollen leichter Zugang zum riesigen indischen Markt bekommen. Im Gegenzug kann Maharashtra vom technischen Wissen und den Kontakten aus dem Rhein-Main-Gebiet profitieren. Boris Rhein besuchte dafür auch die indische Börse „National Stock Exchange“, um die Vernetzung der Finanzplätze Frankfurt und Mumbai voranzutreiben. Er will Hessen als idealen Standort für indische Banken präsentieren, die nach Europa expandieren wollen.
Ein wichtiger Punkt der Reise war zudem der Kampf gegen den Fachkräftemangel. Staatsminister Manfred Pentz suchte vor Ort nach neuen Experten für Hessen. Besonders gefragt sind Naturwissenschaftler, Ingenieure und IT-Spezialisten aus Indien. Damit diese Fachkräfte auch wirklich nach Hessen kommen, will die Landesregierung die Bürokratie abbauen. Durch ein neues Gesetz sollen ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkannt werden, um den Zuzug zu beschleunigen.
Neben den Terminen in Mumbai gab es auch Gespräche in Neu-Delhi. Dort traf sich Boris Rhein unter anderem mit dem Minister für Handel und Industrie, Piyush Goyal, sowie dem Minister für Kompetenzentwicklung, Jayant Chaudhary. Die fünftägige Reise mit einer großen Wirtschaftsdelegation gilt als erfolgreich. Ob die Absichtserklärung nun schnell zu konkreten Projekten und mehr indischen Fachkräften in Hessen führt, wird die Zeit zeigen. Die Gespräche zwischen den Finanzplätzen werden nun vertieft.