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Hellenthal bereitet Bürger auf Notfälle und Blackouts vor

Die Gemeinde Hellenthal gibt wichtige Tipps für den Krisenfall und zeigt, wo im Notfall Hilfe zu finden ist.

Wenn der Strom in Hellenthal (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) großflächig ausfällt, funktioniert nicht mehr alles wie gewohnt. Das Festnetz fällt nach einigen Stunden aus und die Mobilfunknetze sind oft schnell überlastet. Die Gemeinde bittet deshalb darum, in solchen Momenten nur das Nötigste zu telefonieren. So bleibt die Leitung für die Feuerwehr und die Polizei frei.

Sollte die Kommunikation komplett zusammenbrechen, gibt es feste Anlaufstellen. In diesem Fall werden die örtlichen Feuerwehrgerätehäuser besetzt. Wer Hilfe braucht, kann zu den Häusern in Hellenthal (Kölner Straße 129), Hollerath (Forstweg 9), Kreuzberg (Kreuzberg 12), Losheim (Auf dem Vender 2), Reifferscheid (Römerstraße 9), Rescheid (Rescheid 43), Udenbreth (Udenbreth 35) oder Wolfert (Ägidiusweg 12) gehen. Die Feuerwehr kann von dort aus Notrufe absetzen. Die Gemeinde betont jedoch, diese Stellen nur in echten Notfällen aufzusuchen.

Auch das Rathaus wird bei einem Blackout mit einer Notbesetzung besetzt sein, um dringende Anfragen vor Ort entgegenzunehmen. Wichtige Informationen an die Menschen werden dann entweder in den Ortschaften ausgehängt oder per Lautsprecherdurchsage über Feuerwehrfahrzeuge verbreitet.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die medizinische Notfallausrüstung. Die Gemeinde hat viele Defibrillatoren im Gebiet verteilt. Einige Standorte sind neu, wie etwa an der Felser Grillhütte, bei der Kapelle in Miescheid, am Lichtmast in Unterpreth, im Dorfhaus in Wahld sowie am Spielplatz in Zehnstelle und bei Nickels in Zingscheid. Damit die Geräte schneller erreichbar sind, wurde der Defibrillator am Rathaus nach draußen gehängt. Das Gleiche soll bald auch an der Grundschule in Reifferscheid passieren. Ein Gerät in Oberreifferscheid ist derzeit außer Betrieb.

Für die private Vorsorge empfiehlt die Gemeinde, Vorräte an Wasser, haltbaren Lebensmitteln und Medikamenten anzulegen. Auch Taschenlampen, Batterien, Campingkocher und Bargeld sollten bereitliegen, da Geldautomaten ohne Strom nicht funktionieren. Wer einen Ofen hat, sollte für Brennmaterial sorgen. Bei einem Stromausfall bittet die Gemeinde zudem darum, möglichst wenig Abwasser in die Kanalisation zu leiten, da die Pumpwerke strombetrieben sind und ausfallen können.

Zur Warnung bei Gefahren rät die Gemeinde zur Nutzung der Apps NINA und KATWARN. Letztere bietet auch SMS-Warnungen an. Zudem wird die neue Cell-Broadcast-Technik erwartet, die Warnmeldungen direkt an alle Handys in einem Funkgebiet schickt.

Für den Fall von Hochwasser gibt es drei Informationsstufen. Stufe 1 bedeutet leichte Überflutungen von Feldern und erste Verkehrsbehinderungen. Bei Stufe 2 können Keller und Grundstücke überflutet werden und Straßen gesperrt werden. Stufe 3 steht für größere Überflutungen in bebauten Gebieten und einen massiven Einsatz der Feuerwehr.

Quelle: Hellenthal – zur Originalmeldung

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