Euskirchen lockt mehr Frauen in die Politik
In Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) soll es in Zukunft mehr Frauen in der Politik geben. Die Gleichstellungsstelle der Stadt arbeitet deshalb mit Ratsfrauen und Sachkundigen Bürgerinnen zusammen. Sie wollen Hürden abbauen, damit sich mehr Frauen politisch engagieren und die nötigen Qualifikationen dafür bekommen.
Ein Teil dieser Strategie ist die neue Podcast-Reihe mit dem Titel „Politik braucht Frauen“. Darin unterhalten sich Schülerinnen mit Politikerinnen aus dem Stadtrat. Bisher gibt es drei Folgen. Die Schülersprecherin der Marienschule, Alina Urbanek, spricht darin mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Sandra Eisermann, der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Dr. Simone Galliat und der Ausschussvorsitzenden Gianna Voißel. Die drei berichten über ihren Weg in die Politik und erklären, warum weibliche Sichtweisen für die Stadt wichtig sind. Weitere Folgen sind bereits in Planung.
Wer die Gespräche hören will, findet sie bei Spotify, Apple Podcast, Deezer, RTL+, Amazon Music und Samsung Podcast oder direkt unter meinpodcast.de/politik-braucht-frauen/.
Neben dem Podcast gibt es ein Netzwerk für weibliche Ratsmitglieder und Sachkundige Bürgerinnen. Hier tauschen sie sich parteiübergreifend über Themen aus, die besonders Frauen und Mädchen in Euskirchen betreffen. Eine Umfrage über das Beteiligungsportal der Stadt hat gezeigt, welche Themen dabei am wichtigsten sind: An erster Stelle steht die Armut von Frauen mit 60 Prozent. Danach folgen die kommunale Stadtplanung (46,7 Prozent) sowie Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie die Lage der Landwirte (jeweils 40 Prozent).
Das Ziel ist es, langfristig mehr Frauen für Ämter in der Kommunalpolitik zu gewinnen. Interessierte Frauen können sich über die Website der Stadt unter www.euskirchen.de/rathaus/gleichstellung informieren.
Zusätzlich gibt es einen Blick in die Geschichte. Die LAG hat eine Sammlung über die ersten gewählten Ratsfrauen in Nordrhein-Westfalen erstellt. Die Daten zeigen, wie groß die Unterschiede waren: Während in einigen Städten schon 1919 sechs Frauen gewählt wurden, gelang dies in anderen Orten erst im Jahr 1969.
Quelle: Euskirchen – zur Originalmeldung