Hellenthal: Bauvorhaben erst nach Kampfmittelprüfung erlaubt
In Hellenthal (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) gibt es eine besondere Gefahr bei Bauarbeiten. Wegen der Geschichte des Ortes liegen im Boden immer wieder Überreste von Bomben und Munition aus den beiden Weltkriegen. Diese Blindgänger können auch nach vielen Jahrzehnten noch explodieren und sind deshalb gefährlich für Bauarbeiter und Anwohner.
Um Unfälle zu vermeiden, ist eine Überprüfung der Flächen gesetzlich vorgeschrieben. Bevor die Bagger rollen, muss zuerst geklärt werden, ob das Grundstück sicher ist. Dafür gibt es ein festes Vorgehen: Zuerst wird im Archiv recherchiert und es werden alte Luftbilder ausgewertet. Das Ordnungsamt hilft dabei und beantragt die Bilder bei der Bezirksregierung. Diese Bilder zeigen an, ob es Verdachtsbereiche gibt.
Wer bauen möchte, muss daher beim Ordnungsamt einen Antrag auf Luftbildauswertung stellen. Wenn die Auswertung eine rote Fläche zeigt, ist das ein Warnsignal. In diesem Fall muss die Fläche von Profis untersucht werden. Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst kommen dann mit Metalldetektoren, Magnetometern oder Georadar auf das Grundstück.
Finden die Experten etwas, wird entschieden, wie es weitergeht. Entweder wird der Fund vorsichtig abtransportiert, vor Ort entschärft oder kontrolliert gesprengt. Erst wenn die Fläche offiziell freigegeben ist, dürfen die Bauarbeiten weitergehen.
Bei Fragen können sich die Bürger an Frau Hoß vom Ordnungsamt wenden. Sie ist im Erdgeschoss in Zimmer 7 erreichbar. Telefonisch gibt es Auskunft unter 02482 / 85 232 oder per E-Mail an [email protected].
Quelle: Hellenthal – zur Originalmeldung