Hamburg: Haftbefehl stoppt Flug nach Istanbul
Am Mittwoch, den 27. August, wollte ein 42-jähriger Deutscher von Hamburg (Hamburg) nach Istanbul fliegen. Gegen 9:00 Uhr stellte er sich zur Ausreisekontrolle an. Dort überprüften die Beamten der Bundespolizei seine Daten.
Bei der Abfrage in der Fahndungsliste kam schnell etwas zum Vorschein: Seit dem 12. August wurde der Mann per Haftbefehl gesucht. Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Kiel hatte den Befehl ausgestellt. Dem Mann wird Betrug vorgeworfen.
Damit er nicht ins Gefängnis musste, war eine Zahlung fällig. Es ging um eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Euro. Dazu kamen noch 88 Euro für die Verfahrenskosten und ein Einziehungsbetrag von 515 Euro. Insgesamt musste der Mann also 1.503 Euro bezahlen.
Das Problem war nur, dass der Reisende das Geld nicht auf dem Konto hatte. In seiner Not rief er einen Freund an und bat ihn um Hilfe. Der Bekannte reagierte schnell und schickte ihm etwa 1.300 Euro per Sofortüberweisung. Das Geld konnte der Mann direkt am Flughafen abheben.
Nachdem die gesamte Summe bezahlt war, erledigte die Polizei die letzten Formalitäten. Erst dann durfte der Mann seine Reise fortsetzen und flog in Richtung Istanbul ausreisen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Flughafen Hamburg – zur Originalmeldung