Hamburg: Gesuchter Mann im ICE festgenommen
Ein syrischer Staatsangehöriger fuhr am 6. August 2026 mit dem ICE 574 von Kassel-Wilhelmshöhe nach Hamburg. Als der Zugbegleiter die Fahrkarten kontrollierte, konnte der 43-Jährige kein Ticket vorzeigen. Zudem weigerte er sich, seinen Ausweis zu zeigen.
Kurz darauf kam der Zug im Hamburger Hauptbahnhof (Hamburg) an und hielt an Gleis 11. Dort wurde eine Streife der Bundespolizei angefordert. Die Beamten nahmen den Mann in den ICE und stellten seine Identität fest. Bei der Überprüfung der Personalien kam schnell heraus, dass der Mann gesucht wurde.
Die Staatsanwaltschaft Rostock hatte einen Haftbefehl gegen ihn erlassen. Der Grund: Er war vorsätzlich ohne Führerschein gefahren. Eine Geldstrafe über 800 Euro hatte er nicht bezahlt und war deshalb untergetaucht.
Die Polizisten nahmen den Mann fest und brachten ihn auf das Revier am Hauptbahnhof. Da er das Geld nicht selbst bezahlen konnte, rief er einen Bekannten an. Dieser kam zum Revier und zahlte den Betrag von 800 Euro. Dadurch konnte der Mann einer zehn Tage langen Ersatzfreiheitsstrafe entgehen und musste nicht ins Gefängnis.
Jetzt kommt jedoch neues Ärger auf den Mann zu. Wegen der Fahrt ohne Ticket wurde ein Strafverfahren wegen Erschleichens von Leistungen eingeleitet. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg führt die weiteren Untersuchungen durch. Ob und inwieweit sich der Beschuldigte strafbar gemacht hat, klärt nun die zuständige Behörde. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Hamburg – zur Originalmeldung