Hamburg-Bramfeld: Geldautomatensprengung mit fingiertem Notruf
Es passierte am 8. Mai letzten Jahres gegen 3 Uhr morgens in der Fabriciusstraße in Hamburg-Bramfeld (Hamburg). Unbekannte sprengten dort einen Geldautomaten und stahlen das Bargeld. Auf der Flucht vor der Polizei verloren die Täter jedoch den Großteil ihrer Beute.
Das Landeskriminalamt hat den Fall lange untersucht. Durch Spuren am Tatort kamen die Ermittler auf die Spur eines 22-jährigen Afghanen und eines 23-jährigen Deutschen. Die beiden sollen den Automaten gemeinsam in die Luft gejagt und das Geld gestohlen haben.
Die Tat war genau geplant. Ein 26-jähriger Deutscher soll die Männer während der Tat am Telefon unterstützt haben. Zwei weitere Deutsche im Alter von 22 Jahren waren ebenfalls beteiligt. Einer von ihnen soll den Mietwagen für die Tat organisiert haben. Der andere hat einen falschen Notruf abgesetzt, um die Polizei abzulenken.
Die Staatsanwaltschaft ließ daraufhin die Wohnungen der vier Männer in Deutschland durchsuchen. Dabei fanden die Beamten Beweise, die sie sicherstellten. Für den 26-Jährigen wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Er war untergetaucht, wurde aber Ende Juli in Almeria in Spanien von den Behörden vor Ort festgenommen.
Gegen die vier anderen Beschuldigten hat die Staatsanwaltschaft Hamburg bereits Anklage erhoben. Die Ermittlungen dauern noch an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun das Gericht. Es gilt die Unschuldsvermutung.