Gemünd: Neues Kita-Gebäude im alten Kino eröffnet
In Gemünd (Schleiden, Nordrhein-Westfalen) gibt es wieder einen Ort für die Kleinsten. Am 29. August wurde die neue Kindertagesstätte offiziell eröffnet. Das Gebäude ist etwas Besonderes: Früher liefen hier Filme, jetzt wird dort gespielt und gelernt. Die Kinder konnten die Räume bereits Mitte August beziehen.
Der Weg bis hierhin war lang und mühsam. Bei der Flutkatastrophe im Jahr 2021 wurden zwei DRK-Kitas in Malsbenden und Kreuzberg komplett zerstört. Zuerst mussten die Kinder in Gebäude in Vogelsang und Dreiborn ausweichen. Ab März 2022 gab es dann eine Notlösung in Form von Containern in Olef. Das Provisorium hielt fünf Jahre an, doch nun sind die beiden Standorte an einem gemeinsamen Ort im Herzen von Gemünd zusammengeführt worden.
Die Stadt hat für den Umbau und Anbau des alten Kinos rund 4,6 Millionen Euro ausgegeben. Auf 1.700 Quadratmetern gibt es nun vier Gruppen auf zwei Etagen. Damit ist die Kita barrierefrei, was durch einen Aufzug ermöglicht wird. Im Erdgeschoss befinden sich die Gruppenräume und das Büro. Oben gibt es einen Therapiebereich und einen großen Bewegungsraum mit einer Turnhalle. Dort können Geräte an die Deckenträger gehängt werden, um die Motorik der Kinder zu fördern. Bodentiefe Fenster sorgen für viel Licht, und Böden in Holzoptik machen die Räume gemütlich.
Aktuell wird mit etwa 65 bis 70 Kindern gerechnet, obwohl ursprünglich Platz für 80 geplant waren. Das liegt daran, dass es momentan mehr ganz kleine Kinder gibt, während die Gruppe der älteren Kinder schrumpft.
Ein Teil der Arbeit ist allerdings noch nicht fertig. Die Außenfassade und die Spielplätze werden in den nächsten zwei bis drei Monaten fertiggestellt. Insgesamt stehen den Kindern rund 1.050 Quadratmeter im Freien zur Verfügung. Da die Kita direkt am Kurpark und am Nationalpark liegt, können die Kinder schnell in die Natur.
Die Teams der beiden ehemaligen Kitas mussten erst einmal zusammenwachsen, da sie unterschiedliche Arbeitsweisen hatten. Laut den Leiterinnen Andrea Wollgarten und Sabine Moitzheim hat dieser Prozess aber gut funktioniert.
Quelle: Schleiden – zur Originalmeldung