Euskirchen: Verwirrter Fahrer behauptete, Auto sei mit Sprengstoff besetzt
Es begann kurz nach Mitternacht am Pützbergring in Euskirchen (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen). Gegen 0.14 Uhr bemerkte ein Zeuge ein Auto, das mitten auf einer Kreuzung stand. Ein Mann soll dort lautstark auf sich aufmerksam gemacht haben. Als die Polizei eintraf, war der Wagen jedoch bereits verschwunden.
Kurz darauf gab es einen neuen Hinweis vom Keltenring. Ein Zeuge berichtete den Beamten, dass ein Auto mit viel zu hoher Geschwindigkeit über einen Fußgängerweg gefahren sei. Schließlich kam der Wagen vor der Erft zum Stehen.
Die Polizisten fanden das Auto schließlich auf einem Grünstreifen. Der Motor lief noch, aber der Fahrer saß nicht mehr im Wagen. Der 33-jährige Mann stand einige Meter entfernt und führte ein Selbstgespräch. Er wirkte völlig verwirrt und wusste nicht mehr, wie er überhaupt an diesen Ort gekommen war. Zwischendurch tanzte er und lachte laut.
Dann wurde es ernst: Der Mann behauptete gegenüber den Beamten, er habe Sprengstoff an seinem Auto angebracht. Die Polizei nahm die Drohung ernst und untersuchte das Fahrzeug gründlich. Zum Glück fanden die Polizisten keine Bomben oder andere gefährliche Gegenstände.
Ein freiwilliger Drogenvortest brachte dann die Erklärung für das seltsame Verhalten. Der Test reagierte positiv auf Cannabis und Amphetamine. Die Beamten brachten den Mann auf die Wache in Euskirchen, wo sie ihm eine Blutprobe entnahmen. Seinen Führerschein musste er abgeben.
Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Kreispolizeibehörde Euskirchen – zur Originalmeldung