Schleiden saniert beschädigte Bäche und Flüsse
In Schleiden (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) geht der Wiederaufbau nach der Flut in die nächste Phase. Voraussichtlich im Oktober 2026 beginnen die Bauarbeiten an den Haupt- und Nebengewässern im Dieffenbach- und Höddelbachtal sowie am Frohn- und Paffenbach. Die Stadt will beschädigte Uferbefestigungen reparieren und Durchlässe sanieren oder verbessern, damit sie künftig stabiler sind.
Insgesamt geht es um rund 85 Kilometer Gewässerläufe, die beplant werden sollen. Bisher sind etwa acht Kilometer fertiggestellt. Jetzt schreibt die Stadt weitere Arbeiten für rund 30 Kilometer aus. Bürgermeister Ingo Pfennings rechnet damit, dass bis Ende 2027 etwa 70 Prozent der baulichen Maßnahmen erledigt sind. Bis im Laufe des Jahres 2028 sollen dann fast alle Arbeiten abgeschlossen sein, abgesehen von ein paar kleineren Resten.
Für die Anwohner bedeutet das: Baufahrzeuge müssen eventuell private Grundstücke befahren oder betreten. Die Stadt macht deutlich, dass dies bei der Gewässerunterhaltungspflicht geschieht. Man versucht zwar, so schonend wie möglich vorzugehen, aber kleine Schäden durch die schweren Maschinen lassen sich nicht ganz vermeiden. Sollten nachweislich Schäden entstehen, stellt die Stadt diese nach Abschluss der Arbeiten wieder her oder reguliert sie. Für die Eigentümer und Pächter entstehen dabei keine Kosten. Auch bei Ernteausfällen wird eine Entschädigung geprüft.
Wer wissen will, ob das eigene Grundstück betroffen ist, kann die Übersichtskarten und Listen auf der Website der Stadt unter www.schleiden.de einsehen (Bereich Planen & Bauen > Kommunaler Wiederaufbau). Die genaue Ausführungsplanung kann nach einer Terminabsprache auch direkt im Rathaus eingesehen werden. Ansprechpartner ist Frederik Link unter der Telefonnummer 02445 89-275 oder per E-Mail an [email protected] (Zimmer A3.310).
Quelle: Schleiden – zur Originalmeldung