Döbeln baut letzte Schutzwand an der Mulde
In Döbeln (Landkreis Mittelsachsen) geht es jetzt an die letzte Etappe. Am Montag, den 27. Juli 2027, haben die Bauarbeiter mit den Arbeiten an der Wappenhenschanlage begonnen. Hier soll eine 532 Meter lange Hochwasserschutzwand direkt am rechten Ufer der Freiberger Mulde entstehen. Die Mauer erstreckt sich dabei zwischen der Brücke Schillerstraße und der Oberbrücke.
Damit die massive Wand aus Stahlbeton stabil steht, kommen rund 350 sogenannte Mikrobohrpfähle aus Stahl und Zementleim zum Einsatz. Damit das Wasser im Hinterland ordentlich abfließen kann, bauen die Firmen drei Entwässerungsanlagen ein. Auch an anderen Stellen gibt es Änderungen: Am Amselgrundbach und beim Regenrückhaltebecken in der Oschatzer Straße werden neue Leitungen und Schieberschächte verlegt. Zudem muss die Fußgängertreppe an der Oberbrücke weg; sie wird durch eine neue, passende Treppe ersetzt.
Für diesen letzten Teil der Anlage sind rund 4,5 Millionen Euro veranschlagt. Das Geld kommt aus Steuermitteln des Sächsischen Landtags und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Das gesamte Projekt an der Wappenhenschanlage kostet insgesamt etwa zehn Millionen Euro. Die Arbeiten dort laufen schon seit 2023. Zuerst wurde der Bereich zwischen der Schiffsbrücke und der Schillerstraße fertiggestellt, danach folgte die Strecke zwischen der Thielestraße und dem Verteilerwehr.
Insgesamt ist der Hochwasserschutz in Döbeln ein Mammutprojekt, das bereits seit 2009 läuft. Insgesamt gibt es 21 Bauabschnitte, für die der Freistaat Sachsen, der Bund und die EU insgesamt rund 95 Millionen Euro investieren. Bis 2028 sollen neben der Wappenhenschanlage auch die Anlagen an den Färberhäusern, in der Altstadt und bei den Klostergärten fertig sein. Wenn alles nach Plan läuft, ist das gesamte Schutzsystem im Jahr 2028 komplett abgeschlossen.