Simsontreffen in Zwickau: Weniger Straftaten als im Vorjahr
Von Donnerstag bis Sonntag, den 26. Juli 2026, fand auf dem Flugplatz in Zwickau (Sachsen) das bundesweit größte Simsontreffen statt. Insgesamt .5840 Menschen, meist Jugendliche und junge Erwachsene, besuchten das Event. Schon am Donnerstagmorgen kamen so viele Leute an, dass es auf der Reichenbacher Straße beim Flugplatz zu kleinen Staus kam. Die Verkehrspolizei passte vor Ort auf, damit die Anreise und die Abreise am Sonntag trotzdem glatt liefen.
Insgesamt 390 Polizisten waren über die Tage verteilt im Einsatz. Viele von ihnen gehörten zum Kommunikationsteam und waren als Ansprechpartner auf dem Gelände unterwegs. Die Polizei und der Veranstalter hatten sich eng abgesprochen, was laut Einsatzleiterin Katharina Matt gut funktioniert hat.
Trotzdem gab es Ärger. Vor allem abends und nachts hatten viele Teilnehmer wohl getrunken, was zu Problemen führte. Insgesamt registrierte die Polizei 21 Straftaten, darunter vier Fälle von Körperverletzung. Das ist deutlich weniger als im Jahr zuvor, als es noch 44 Straftaten und 18 Körperverletzungen gab. Auch bei den verbotenen Symbolen und Gesten gab es weniger Fälle: Sieben Anzeigen wurden geschrieben, im Vorjahr waren es zehn. Wer sich falsch verhalten hat, bekam vom Veranstalter konsequent Hausverbot.
Ein Vorfall in den frühen Morgenstunden des Sonntags stach besonders hervor. Ein 25-jähriger Deutscher zündete auf dem Gelände unerlaubt Feuerwerkskörper. Als die Polizisten ihn ansprachen, gab er zu, Drogen dabei zu haben. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten knapp 100 Gramm Cannabis und eine Fliese mit Amphetamin-Resten. Der Mann wurde vom Gelände verwiesen und die Polizei nahm ihn mit Anzeigen auf.
Ob und inwieweit sich die Tatverdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.