Sachsen: Mehrheit der Menschen befürwortet Energiewende
In Sachsen (Freistaat Sachsen) gibt es grundsätzlich eine positive Einstellung zur Energiewende. Eine aktuelle Befragung zeigt, dass 56 Prozent der Menschen erneuerbaren Energien zustimmen. Nur 14 Prozent lehnen sie ab, während 28 Prozent unentschieden sind.
Trotz dieser Mehrheit sieht Wirtschaftsminister Dirk Panter Handlungsbedarf. Er betont, dass Sachsen im Vergleich zu anderen ostdeutschen Bundesländern noch zu wenig Strom aus Wind und Sonne erzeugt. Um die Versorgung sicherzustellen und unabhängig von Importen zu werden, müssen die Anlagen ausgebaut werden. Dazu gehören auch moderne Stromnetze, Speicher und Gaskraftwerke an alten Kohlestandorten, die später mit Wasserstoff laufen sollen.
Die Umfrage macht aber auch deutlich, dass die Zustimmung nicht in jedem Fall stabil ist. Besonders im eigenen Wohnumfeld gibt es bei keiner Energieform eine vorbehaltlose Akzeptanz. Erneuerbare Energien stehen hier aufgrund von konkreten Ausbauvorhaben stärker im Fokus von Konflikten.
Minister Panter will die Energiewende deshalb regionaler verankern und besser erklären. Ein wichtiges Werkzeug ist das Erneuerbare-Energien-Ertragsbeteiligungsgesetz. Damit sollen Kommunen finanziell von Wind- und Solarprojekten profitieren. Zusätzlich gibt es eine Dialog- und Servicestelle der Sächsischen Energieagentur, die Bürgern, Firmen und Gemeinden bei Fragen und Streit hilft.
Die Daten stammen aus einer Online-Befragung, die im Auftrag des Ministeriums im Oktober und November 2025 durchgeführt wurde. Die Firma Innofact AG aus Düsseldorf befragte insgesamt 1.500 Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren aus verschiedenen Regionen Sachsens.