Brandenburg an der Havel: Neue Wasserleitung fertig
Die Mahlenziener Straße in Brandenburg an der Havel (Brandenburg) ist wieder komplett für den Verkehr offen. Oberbürgermeister Daniel Keip gab die Strecke gemeinsam mit den Baufirmen und Planern am 25. August 2026 frei. Damit ist ein großes Projekt beendet, das rund zwei Jahre gedauert hat.
Insgesamt sechs Kilometer Leitung wurden ausgetauscht. Die alte Stahlleitung stammte noch aus dem Jahr 1965 und war nicht mehr zeitgemäß. Jetzt liegt dort eine moderne Leitung aus Polyethylen, die deutlich langlebiger ist. Das Projekt kostete insgesamt rund 7,4 Millionen Euro. Davon entfiel der erste Bauabschnitt auf 4,5 Kilometer vom Wasserwerk Mahlenzien bis zum Ortseingang von Kirchmöser. Der zweite Teil war etwa 1,5 Kilometer lang und reichte bis zum Büdnerweg.
Die Arbeiten waren kompliziert, weil es nicht nur um das Wasser ging. Die Stadt musste viel Geld in den Naturschutz und den Erhalt des Waldes stecken. Dafür wurden etwa 258.000 Euro ausgegeben. Zudem mussten Archäologen die Baustelle begleiten, was weitere 381.000 Euro kostete.
Bei den Grabungen machten die Experten spannende Funde aus der Geschichte der Region. Sie fanden Keramik aus der vorrömischen Eisenzeit und sogar menschliche Knochenreste einer frühslawischen Feuerbestattung. Die Überreste lagen in einem Behältnis aus Leder oder Leinen. Als Beigaben in dem Grab entdeckten die Forscher unter anderem einen Gürtelhaken aus Eisen, eine Gewandnadel, einen Spinnwirtel aus Ton, einen Ohrring aus Bronze und eine blaue Glasperle.
Mit dem Abschluss der Arbeiten ist die Versorgungssicherheit für die Bewohner in Kirchmöser, Plaue und den Nachbargemeinden nun für die Zukunft gesichert.