Brandenburg an der Havel: Sommerfest für mentale Gesundheit
Am 21. August verwandelte sich der Altstädtische Markt in Brandenburg an der Havel (Brandenburg) in einen Ort der Begegnung. Unter dem Motto „Sommerzeit – Seelenzeit. Feiere Dich selbst!“ organisierte die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) ein Sommerfest. Das Ziel war es, das Thema mentale Gesundheit sichtbar zu machen und zu zeigen, dass niemand mit seinen Sorgen allein ist.
Auf dem Markt gab es viele verschiedene Stände. Besucher konnten sich bei Fachkräften über Hilfsangebote informieren oder einfach nur ins Gespräch kommen. Die Lebenshilfe und das Büro der Leichten Sprache waren vor Ort, ebenso wie das Asklepios Fachklinikum, wo man Seifenblasen pusten konnte. Auch die MUT-TOUR, eine bundesweite Initiative von Menschen mit Depressionserfahrung, machte einen Stopp beim Fest, um Vorurteile gegenüber psychischen Erkrankungen abzubauen.
Für Bewegung und Unterhaltung war gesorgt. Der Demokratische Frauenbund bot Jumping Fitness an, während die Tanzgruppe der Lebenshilfe Werkstatt Brandenburg und die Line-Dance-Gruppe der Gemeindenahen Psychiatrie für Stimmung sorgten. Wer es ruhiger mochte, konnte in der Fouqué-Bibliothek zuhören. Dort erzählte Karin Warnken in ihrer „Murmelbahn“ Geschichten darüber, wie man wieder auf die Beine kommt, wenn das Leben einen aus der Kurve wirft. Zudem konnten Besucher Mut- und Sorgenzöpfe basteln oder Achtsamkeitstaler aus Ton gestalten.
Catrin Krüger, die Psychiatriekoordinatorin der Stadt, erklärte, dass die PSAG bereits seit 2002 existiert. Das Gremium bringt Behörden, Vereine und Fachleute zusammen, um die Versorgung von psychisch erkrankten Menschen in der Stadt zu verbessern. Auch die Beigeordnete für Jugend und Soziales, Alexandra Adel, betonte in ihrer Rede, dass die Stadt gut aufgestellt sei, um Betroffenen zu helfen.
An dem Fest waren zahlreiche Partner beteiligt, darunter das Jobcenter, die Diakonie, die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal und die Praxis Zeiträume. Die Organisatorinnen Kateryna Soloviova und Catrin Krüger hoffen, dass der Austausch dazu beigetragen hat, die Hemmschwelle zu senken, sich bei psychischen Problemen Hilfe zu suchen.