Borna bekommt neues Polizeirevier in der Stauffenbergstraße
Am Montag, den 28. Juli 2026, war es so weit: Das neue Polizeirevier in Borna (Landkreis Leipzig) wurde feierlich übergeben. Finanzminister Christian Piwarz übergab das Gebäude in der Stauffenbergstraße 4a an Innenminister Armin Schuster, den Polizeidirektionspräsidenten René Demmler und den Revierleiter Frank Winkler.
Das neue Gebäude ist ein großer Schritt nach vorne für die Polizei vor Ort. Bisher waren der Streifendienst und der Kriminaldienst auf zwei Standorte in Borna und Geithain verteilt. Jetzt ziehen beide Abteilungen zusammen an einen Ort. Das macht die Arbeit einfacher und die Wege kürzer. Insgesamt werden hier künftig rund 140 Polizisten arbeiten, davon 90 im Streifendienst. Wer Hilfe in Geithain braucht, kann sich dort weiterhin an die Bürgerpolizisten wenden.
Das Revier ist für ein großes Gebiet mit über 98.000 Einwohnern zuständig. Das Gebiet reicht von Geithain über Frohburg, Regis-Breitingen und Borna bis nach Zwenkau und Großpösna. Die Beamten müssen dort jedes Jahr mehr als 11.000 Einsätze bewältigen. Dafür gibt es nun bessere Bedingungen: Das dreigeschossige Hauptgebäude bietet auf 2.400 Quadratmetern Platz für die Wache, Vernehmungsräume, Zellen für den Gewahrsam und sogar einen Sportraum. Es gibt zudem Garagen für die Streifenwagen und einen geschützten Polizeihof.
Auch für die Bürger ist der Neubau praktischer. Der Eingang ist barrierefrei, es gibt einen Aufzug und ein spezielles Leitsystem für sehbehinderte Menschen. Wer eine Anzeige aufgeben will, findet die Wache und den Wartebereich direkt im vorderen Teil des Hauses. Vor dem Gebäude gibt es einen kleinen Platz mit Bänken und Pflanzen.
Beim Bau wurde auf die Umwelt geachtet. Auf dem Dach gibt es eine Photovoltaikanlage und eine Begrünung. Ein besonderer Blickfang ist die Skulptur eines Künstlers aus Dresden direkt am Eingang. Das Werk aus Aluminium spielt auf alte Gaunerzinken an und soll symbolisch für die Aufklärungsarbeit der Polizei stehen.
Finanziert wurde das gesamte Projekt mit rund 23 Millionen Euro aus Steuermitteln, wie vom Sächsischen Landtag beschlossen.