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Bobersen blickt auf Geschichte mit Flutkatastrophen zurück

Copyright und Urheber siehe Zeithain

Der Ort Bobersen hat eine lange Vergangenheit mit einem alten Schloss und vielen Kämpfen gegen die Elbe.

Bobersen hat eine lange Geschichte, die bis in die Zeit der Sorben zurückreicht. Schon 1288 wurde der Ort zum ersten Mal in Dokumenten erwähnt. Später, im Jahr 1696, wurde das Schloss erbaut und der Ort wurde zum Rittergut. Lange Zeit war das Schloss ein wichtiger Punkt im Dorf, später zog dort 1953 ein Kindergarten ein. Heute steht das Gebäude leer und verfällt langsam.

Früher war das Leben in Bobersen stark vom Handwerk und der Natur geprägt. Es gab Schmiede, Schuhmacher und Schiffbauer. Die Menschen bauten Wein an und nutzten die Elbe für die Schifffahrt. Es gab sogar eine Schiffsmühle, die allerdings 1809 abbrannte und nie wieder aufgebaut wurde. Auch die Verbindung zum Nachbarort Lessa war eng. Die beiden Orte bauten 1827 gemeinsam ein Schulhaus, in dem später bis zu 100 Schüler unterrichtet wurden.

Doch die Lage an der Elbe brachte auch große Gefahren. Immer wieder zerstörten Hochwasser und Eisgang die Häuser und die Ernten. Besonders schlimm war es im März 1784, als ein Gutsbesitzer in Lessa fast sein gesamtes Vieh verlor. Auch im Jahr 1820 riss das Eis mehrere Gebäude in Bobersen und Lessa einfach mit.

Diese Geschichte mit den Fluten setzte sich bis in die Neuzeit fort. Das Jahrhunderthochwasser im August 2002 traf den Ort hart. Damals wurden 218 Grundstücke vom Wasser beschädigt. Bei 31 davon war das Wohnen nur noch eingeschränkt möglich, während 78 Grundstücke komplett als unbewohnbar eingestuft wurden. Inzwischen sind die meisten Schäden beseitigt und das Leben im Ort ist wieder normal verlaufen.

Quelle: Zeithain – zur Originalmeldung

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