Berlin prüft autofreien Wrangelkiez in Kreuzberg
Im Wrangelkiez (Berlin) soll es deutlich ruhiger werden. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bezahlt deshalb eine sogenannte Machbarkeitsstudie. Das bedeutet: Experten prüfen genau, ob und wie der Kiez autofrei werden kann. Den Anstoß für die Untersuchung gaben das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und eine lokale Initiative.
Das untersuchte Gebiet liegt zwischen der Spree, dem Landwehrkanal, dem Görlitzer Park und der Skalitzer Straße. Die Planer wollen schauen, wie man den Straßenraum so verändert, dass die Menschen dort wieder lieber wohnen und sich aufhalten. Ein wichtiger Punkt ist dabei, wie man den Autoverkehr stark einschränkt, aber trotzdem dafür sorgt, dass Lieferwagen in der Wrangelstraße noch ankommen. Außerdem soll die Infrastruktur für Fahrräder verbessert werden.
Das Bezirksamt schreibt die Studie gerade aus. Damit die Wünsche der Menschen vor Ort nicht vergessen werden, ist auch eine Bürgerbeteiligung geplant. Die Anwohner sollen mitreden können, um die verschiedenen Interessen im Viertel abzustimmen.
Schon vor den Ergebnissen der Studie gibt es erste Änderungen im Kiez. Noch in diesem Jahr setzt das Bezirksamt Maßnahmen um, die bereits mit den Nachbarn abgesprochen wurden. So kommen zwei Diagonalsperren an den Kreuzungen der Wrangelstraße mit der Cuvrystraße und der Falckensteinstraße. Zudem werden viele neue Fahrradständer aufgestellt, die größtenteils direkt auf der Fahrbahn stehen.
Ob der Kiez am Ende wirklich weitgehend autofrei wird, klärt die Untersuchung. Weitere Details zur Ausschreibung liegen bislang nicht vor.