Berlin-Pankow zeigt Ausstellung über Alltag im Krieg
Am Samstag, dem 5. September 2026, startet in Berlin-Pankow eine besondere Ausstellung. Um 14 Uhr wird die Schau in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek in der Bizetstraße 41 eröffnet. Beate Boehnisch vom Museum Pankow und Uwe Lehmann vom Partnerschaftsverein Berlin Pankow – Riwne führen in die Themen ein. Für Musik sorgen Schüler der Musikschule Riwne, die gerade im Austausch mit der Musikschule Béla Bartók in Berlin zu Gast sind.
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer Reise im März 2025. Mitarbeiter des Museums Pankow besuchten damals die westukrainische Stadt Riwne. Pankow und Riwne sind seit Juli 2024 offiziell Partnerstädte. In der Ukraine haben die Berliner Interviews mit Menschen geführt, die dort trotz der täglichen Gefahr ihren Job machen und der Stadt helfen. Dazu gehören Lehrer, Pflegekräfte und sogar der Zoodirektor. Auch Leute aus der Wirtschaft, der Kultur und der jüdischen Gemeinde kamen zu Wort.
Besucher der Ausstellung sehen große Porträtfotos der Fotografin Anna Mischuk und Filme von Christian Betz. Neben den persönlichen Berichten gibt es Kurzfilme über die Geschichte der Stadt. Ein Teil davon befasst sich mit der deutschen Besatzung zwischen 1941 und 1944 und der Gedenkstätte Sosenki.
Die Schau ist Teil des Weißenseer Kultursommers. Sie läuft vom 6. September bis zum 27. September 2026. Der Eintritt ist kostenlos. Die Besucher können die Ausstellung zu den normalen Öffnungszeiten der Bibliothek besuchen. Das bedeutet montags und donnerstags bis 19 Uhr, dienstags und freitags bis 17 Uhr, mittwochs von 13 bis 19 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 16 Uhr.