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Berlin: Kostenlose Schulsachen für Familien in der Thermometersiedlung

v.l.n.r. : Anna Bräkling (Mittelhof e.V.), Brigitte Rappert (Koordination Kinderarmutsprävention), Agathe Kalytta-Kuczynski (Mittelhof e.V.), Van Hoang-Sanders (Diakonisches Werk Teltow und Steglitz-Zehlendorf), Kristin Böning (Mittelhof e.V.) Copyright und Urheber siehe Senatskanzlei Berlin

In Steglitz-Zehlendorf wurden am Mittwoch viele Schulmaterialien an bedürftige Familien verteilt. Die Aktion soll Kindern aus armen Verhältnissen einen fairen Start ins neue Schuljahr ermöglichen.

In der Thermometersiedlung (Berlin) gab es am Mittwoch, den 19. August 2026, eine besondere Aktion für Schüler und ihre Eltern. Vor dem Kieztreff wurden kostenlos Schulmaterialien an Familien verteilt, die dort wohnen und Kinder im schulpflichtigen Alter haben.

Das Interesse war groß. Schon eine halbe Stunde, bevor es offiziell losging, warteten die Familien mit ihren Materiallisten vor den Tischen. Sie suchten sich aus einer großen Auswahl genau das aus, was sie für die Schule brauchten. Auf den Tischen lagen Hefte, Hefter, Stifte, Kleber, Scheren und Anspitzer. Auch größere Dinge wie Schulranzen und Federtaschen waren dabei.

Die Sachen stammten aus Spenden. Viele Familien aus Steglitz-Zehlendorf hatten gut erhaltene Dinge abgegeben, die sie selbst nicht mehr brauchten. Neben den Basics gab es auch Turnsachen, Material für den Kunstunterricht, Taschenrechner, Geodreiecke sowie Trinkflaschen und Brotboxen.

Organisiert wurde die Sammlung über die Sommerferien hinweg von freien Trägern. Der Mittelhof e.V. und das Diakonische Werk Teltow und Steglitz-Zehlendorf sammelten die Spenden ein. Unterstützt wurde die Verteilung vor Ort vom Stadtteilzentrum Steglitz e.V.

Die Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit, Carolina Böhm, erklärte, dass die bezirkliche Kinderarmutsprävention diese Aktion unterstützt. Das Ziel sei es, dass alle Kinder die gleichen Chancen beim Lernen haben, egal wie viel Geld die Eltern verdienen. Die Kosten für die komplette Schulausstattung seien für viele Familien eine zu große finanzielle Last, selbst wenn sie soziale Leistungen beziehen.

Ob solche Aktionen in Zukunft regelmäßig in anderen Stadtteilen stattfinden, ist bislang nicht bekannt. Weitere Angaben liegen nicht vor.

Quelle: Senatskanzlei Berlin – zur Originalmeldung

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