Berlin: Bezirke fordern Geld für neue Stadtviertel
Berlin (Hauptstadt und Land der Bundesrepublik Deutschland) plant derzeit den Bau von 24 neuen Stadtquartieren. Doch die Bürgermeister der verschiedenen Bezirke machen sich Sorgen. Sie haben deshalb einen gemeinsamen Beschluss gefasst und fordern den Senat auf, endlich für Ordnung und Geld zu sorgen.
Das Problem ist: Es werden zwar viele neue Wohnungen gebaut, aber die soziale Infrastruktur hinkt hinterher. Damit ist alles gemeint, was ein Viertel lebenswert macht: Kitas, Schulen, Arztpraxen, Jugendzentren, Bibliotheken oder auch einfache Orte, an denen man sich treffen kann. Die Bezirke befürchten, dass am Ende nur reine „Schlafburgen“ entstehen, in denen die Menschen wohnen, aber keine Versorgung vor Ort haben.
Besonders deutlich wird die Kritik aus Pankow. Dort sollen etwa 26.000 neue Wohnungen entstehen. Die Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch warnt, dass die Planung ohne feste Zusagen aus der Senatskanzlei an ihre Grenzen stößt. Es fehle an verbindlichen Zusagen für die Finanzierung und auch an genug Personal in den Bezirksämtern, um die riesigen Projekte zu stemmen.
Auch Bezirksbürgermeister Oliver Igel betont, dass Wohnraum allein nicht reicht. Es brauche funktionierende Quartiere mit Angeboten für Kinder, Jugendliche und Senioren sowie Räume für ehrenamtliches Engagement. Bisher werde die soziale Infrastruktur nicht ausreichend mitgeplant.
Die Bürgermeister fordern nun, dass der Senat ein gemeinsames Projektmanagement aufbaut. Das bedeutet, dass die verschiedenen Ämter besser zusammenarbeiten müssen. Vor allem soll geklärt werden, wer die Kosten für den Bau und den späteren Betrieb der Einrichtungen übernimmt. Die Bezirke wollen eine Garantie, dass das Geld für Personal und Gebäude wirklich fließt.
Ob der Senat auf diese Forderungen eingeht und wie die genaue Finanzierung für die 24 neuen Quartiere aussehen wird, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen über den genauen Bedarf dauern in den Bezirken an.