Berlin: Lange Haftstrafen für Marihuana-Schmuggler
Die Männer hatten ein System aufgebaut, um riesige Mengen Marihuana in die Hauptstadt (Berlin) zu bringen. Zwischen August 2023 und November 2024 schmuggelten sie insgesamt 7,7 Tonnen der Droge ins Land. Das Ganze lief über sieben große Lieferungen ab.
Die Bande ging dabei sehr professionell vor. Sechs der Lieferungen kamen per Schiff aus Kanada. Die Schmuggler versteckten das Gras in Hohlräumen von Holzladungen in großen Containern. Damit der Zoll nicht misstrauisch wurde, nutzten sie Tarnfirmen. So sollte es aussehen, als handle es sich um ganz normale, legale Waren.
Am Ende kam die Gruppe jedoch ins Visier der Ermittler. Die letzte Lieferung konnten die Beamten beschlagnahmen und so den Ring zerschlagen.
Das Landgericht Berlin I hat nun hart durchgegriffen. Drei Hauptbeteiligte bekamen besonders lange Strafen. Ein 48-Jähriger, der eine führende Rolle in der Gruppe hatte, muss insgesamt 15 Jahre und sechs Monate im Gefängnis verbringen. Ein 45-Jähriger wurde zu acht Jahren und neun Monaten verurteilt. Ein 41-Jähriger, der als einziger alles gestanden hat, erhielt eine Strafe von sechs Jahren und sechs Monaten.
Sieben weitere Männer, die der Bande geholfen hatten, bekamen Strafen zwischen einem Jahr und sechs Monaten sowie fünf Jahren. Bei zwei von ihnen wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.
Neben dem Gefängnis wird es auch finanziell teuer. Das Gericht hat angeordnet, dass die Gewinne aus den Drogengeschäften eingezogen werden. Die beiden Hauptmänner müssen jeweils 2,34 Millionen Euro an den Staat zahlen.
Die Richterin stellte klar, dass dies kein kleiner Fall im Zuge der Cannabis-Legalisierung war. Hier ging es um internationale organisierte Kriminalität.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verurteilten können noch Revision zum Bundesgerichtshof einlegen. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der ersten Lieferung dauern an, da hier der Weg aus dem Ausland nicht sicher festgestellt werden konnte.