Berlin: Festnahmen nach Schüssen auf Café
Die Polizei hat in Berlin (Hauptstadt Deutschlands) zwei junge Männer festgenommen. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Vorfall aus dem Frühjahr. Am 2. April 2026 war es gegen 4:30 Uhr in der Hermannstraße in Neukölln passiert. Ein 21-Jähriger soll dort mit einer halbautomatischen Schusswaffe auf die Fensterfront eines Cafés geschossen haben.
Nach den Ermittlungen wollte der Mann damit Druck ausüben, damit Schutzgeld gezahlt wird. Er soll dabei in Kauf genommen haben, dass die Menschen im Café sterben könnten. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Um den Verdächtigen zu fassen, startete die Polizei eine größere Operation. Insgesamt 80 Beamte und Spezialkräfte suchten sieben Wohnungen und Geschäftsräume in Neukölln, Treptow-Köpenick und Charlottenburg-Wilmersdorf ab. Dabei fanden die Beamten zwei scharfe Schusswaffen, Munition, Mobiltelefone und vermutlich Kokain.
Der Hauptverdächtige wurde in Treptow-Köpenick festgenommen. Gegen ihn gab es bereits einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft. Ein Richter hat diesen nun vollstreckt, sodass der 21-Jährige in Untersuchungshaft bleibt. Ihm werden versuchter Mord aus Habgier, schwere räuberische Erpressung und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen.
Ein zweiter 21-Jähriger wurde ebenfalls festgenommen, weil er gegen das Waffengesetz verstoßen haben soll. Er konnte jedoch nach den Durchsuchungen wieder entlassen werden.
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft werten nun die sichergestellten Handys und Beweise aus. Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.