Berchtesgadener Land: Gesundheitsamt warnt vor Hautkrebs
Das Gesundheitsamt im Landkreis Berchtesgadener Land (Bayern) hat in den Monaten Juni und Juli 2026 ein großes Programm zur Hautkrebsprävention durchgezogen. Ziel war es, den Menschen zu zeigen, wie wichtig ein guter Sonnenschutz ist und wie man Vorsorge betreibt. Das Ganze ist Teil eines größeren Plans des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention.
Zuerst gab es eine große Plakataktion. In allen Apotheken des Landkreises hingen Infoplakate. Außerdem gab es große Werbetafeln in Bad Reichenhall, Freilassing und Berchtesgaden, um die Leute auf die Gefahren der UV-Strahlung aufmerksam zu machen.
Besonders aktiv war das Amt an Orten, wo viele Menschen Sonne tanken. Unter dem Motto „Sonne(-n) mit Verstand!“ gab es Infostände in Freibädern und an Badeseen, zuletzt im Freibad Freilassing. Dort konnten Besucher direkt mit Ärzten und Apothekern sprechen. Ein Highlight war eine UV-Kamera: Damit konnten die Leute sehen, ob sie ihre Sonnencreme wirklich gleichmäßig aufgetragen hatten. Die AOK half mit einem Shuffleboard-Spiel, um auch Kinder und Jugendliche für das Thema zu begeistern. Zudem gab es an den Badestellen Sonnencremespender.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Menschen, die beruflich viel draußen arbeiten. Das Gesundheitsamt hat zusammen mit der Wirtschaftsförderung Firmen aus dem Baugewerbe und anderen Branchen kontaktiert. In Zusammenarbeit mit dem Hautärzte- und Laserzentrum Berchtesgadener Land aus Freilassing wurden den Arbeitnehmern Screening-Termine angeboten. So konnten viele Beschäftigte direkt über ihre Betriebe einen professionellen Hautcheck bekommen.
Die Zahlen zur Krankheit sind ernst: Jährlich erkranken in Deutschland rund 355.400 Menschen an Hautkrebs. Während heller Hautkrebs meist gut behandelbar ist, kann der schwarze Hautkrebs lebensgefährlich werden. Im Jahr 2023 starben etwa 4.500 Menschen an den Folgen. Die Hauptursache ist zu viel UV-Strahlung durch die Sonne oder Solarien, besonders wenn man schon als Kind oft Sonnenbrand hatte.
Experten raten deshalb, die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden, Kleidung, Hüte und Sonnenbrillen zu tragen sowie Sonnencreme mit mindestens LSF 30 (besser 50) zu nutzen. Wichtig ist auch die Selbstkontrolle nach der A-B-C-D-E-Regel: Man sollte auf Asymmetrie, unregelmäßige Begrenzungen, verschiedene Farben, einen Durchmesser über 5 Millimeter sowie Veränderungen in der Entwicklung oder Erhabenheit von Muttermalen achten.
Werden diese Veränderungen früh erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut, da die Tumore oft komplett operativ entfernt werden können.
Quelle: Landkreis Berchtesgadener Land – zur Originalmeldung