Landrat Koller will Hebammenversorgung im Berchtesgadener Land stärken
Am 23. Juli 2026 kam Landrat Michael Koller im Landkreis Berchtesgadener Land (Bayern) mit drei Hebammen und Vertretern des Gesundheitsamts zusammen. In dem Gespräch ging es darum, wie die Versorgung von Schwangeren und jungen Eltern in der Region aktuell läuft und wo es Probleme gibt. Koller betonte, dass junge Familien von Anfang an gut unterstützt werden müssen, damit die Region attraktiv bleibt.
Ein wichtiger Punkt bei dem Treffen war die Zusammenarbeit. Wenn eine Hebamme zum Beispiel merkt, dass eine Mutter mehr Hilfe braucht, soll sie diese direkt an die Schwangerenberatungsstelle weiterleiten. So bekommt die Familie schneller die richtige Unterstützung. Neben den Hebammen spielen auch Frauen- und Kinderärzte eine wichtige Rolle in diesem Netzwerk.
Um die Hebammen in den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein zu unterstützen, gibt es seit 2019 eine spezielle Netzwerkstelle. Diese wird mit Geld aus Bayern finanziert. Zu den Ergebnissen dieser Arbeit gehören eine Online-Suche für Hebammen sowie Fortbildungen und die sogenannten Wochenbettambulanzen.
Diese Ambulanzen sind für Mütter gedacht, die keine eigene Hebamme gefunden haben oder kurzfristig Hilfe brauchen. Im Berchtesgadener Land gibt es zwei Standorte, die im wöchentlichen Wechsel besetzt sind: Alle zwei Wochen mittwochs von 9 bis 12 Uhr in der Hebammenpraxis „Neues Leben“ in der Jechlinger Straße 18 in Anger. In den anderen zwei Wochen donnerstags in der Praxis für Gynäkologie & Geburtshilfe im Gesundheitscampus Freilassing in der Vinzentiusstraße 56.
Wer die Ambulanzen nutzen möchte, muss einen Termin buchen. Das geht bis zu 24 Stunden vorher über das Buchungssystem auf der Webseite hebammen-ts-bgl.de. In dringenden Fällen kann man während der Öffnungszeiten über die Homepage einen Rückruf anfordern.
Quelle: Landkreis Berchtesgadener Land – zur Originalmeldung