Bad Reichenhall: Feuer am Hochstaufen unter Kontrolle
Am Abend des 31. Juli ging in Bad Reichenhall (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern) gegen 19.23 Uhr die erste Meldung ein. Ein Latschenfeld und weitere Pflanzen am Hochstaufen standen in Brand, die Flammen waren sogar vom Tal aus zu sehen. Die Feuerwehr rückte sofort aus.
Die Lage war schnell ernst. Da es dunkel wurde und das Gelände unwegsam ist, konnten die Einsatzkräfte das Feuer nicht kontrollieren. Es bestand die Gefahr, dass der Wind die Flammen weiter antreibt. Deshalb waren auch die Menschen im Reichenhaller Haus in Gefahr. Die Retter entschieden sich für eine schnelle Lösung: 17 Menschen wurden mit einem Polizeihubschrauber aus dem Gebiet geflogen.
Am Samstag, den 1. August, startete der große Angriff auf das Feuer. Hubschrauber der Polizei und einer privaten Firma flogen Wasser auf die Brandherde. Damit die Maschinen starten konnten, wurde die Straße zwischen der Auffahrt zum Nonner Kircherl und dem Gablerhof im Nonner Unterland gesperrt. Das Landratsamt verhängte zudem ein Betretungsverbot für den Bereich am Hochstaufen.
Die Arbeit war schwierig. Die Hubschrauber allein konnten nicht alle Stellen löschen, da einige Flammen tief unter dem Bewuchs brannten. Deshalb stiegen Männer der Freiwilligen Feuerwehr, der Bergwacht, des BRK und der Polizei auf den Berg. Sie mussten die Erde mit Werkzeugen aufgraben, damit das Wasser aus der Luft die Glutnester erreichte.
Gegen 13.15 Uhr entspannte sich die Lage so weit, dass die besondere Gefahrenstufe wieder aufgehoben werden konnte. Die Löscharbeiten gingen weiter, bis die Einsatzkräfte gegen 16 Uhr wegen einer herannahenden Gewitterfront ins Tal zurückkehren mussten. Insgesamt konnte der Brand erfolgreich eingedämmt werden. Größere Schäden blieben aus.
Das Betretungsverbot für den Hochstaufen wurde am Samstag um 24 Uhr aufgehoben. Am Sonntag prüfen die Einsatzkräfte mit Wärmebildkameras, ob noch letzte Glutnester im Boden schwelen. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.