Bennewitz blickt auf historische Dorfbescheibungen zurück
Die Gemeinde Bennewitz (Landkreis Leipzig, Sachsen) hat historische Beschreibungen ihrer Ortsteile veröffentlicht. Die Texte stammen aus einem riesigen Lexikon von August Schumann, das zwischen 1814 und 1833 in 18 Bänden erschien. Schumann wollte darin alles über das Königreich Sachsen festhalten. Er hat dafür Briefe geschrieben und Leute vor Ort, wie Lehrer oder Pfarrer, um Hilfe gebeten, damit die Infos stimmten.
In den alten Aufzeichnungen wird deutlich, wie klein die Orte damals waren. Bennewitz wird etwa als Dorf beschrieben, das zum Rittergut Nischwitz gehörte. Im Jahr 1814 lebten dort 76 Einwohner. Sie besaßen unter anderem 150 Schafe und 61 Kühen. Später, in einer Ergänzung von 1827, wird Bennewitz als Rittergutsdorf an der Straße nach Leipzig beschrieben. Es gab dort eine eigene Schule und eine Filialkirche.
Auch über andere Orte gibt es Details. In Altenbach lebten 1814 etwa 91 Menschen. Es gab dort eine Mühle mit zwei Gängen. Das Dorf Bach wird als Ort am linken Ufer der Zwickauer Mulde beschrieben. Im Jahr 1827 lebten dort 125 Einwohner in 20 Häusern. Interessant ist, dass der Ort Neuweißenborn in den Büchern gar nicht vorkommt, weil er erst 1835 gegründet wurde.
Die Gemeinde nutzt diese Texte heute als Teil ihrer Chronik, um die Geschichte der Ortschaften lebendig zu halten. Die Informationen zeigen den Wandel von einer rein landwirtschaftlichen Struktur hin zur heutigen Gemeinde.
Quelle: Bennewitz – zur Originalmeldung