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Bennewitz blickt auf alte Dorfgeschichten zurück

Die Gemeinde Bennewitz veröffentlicht historische Beschreibungen ihrer Dörfer. Die Texte stammen aus einem Lexikon vom Anfang des 19. Jahrhunderts.

Die Gemeinde Bennewitz (Landkreis Leipzig, Sachsen) hat in ihrer Chronik alte Texte über die Geschichte ihrer Ortsteile veröffentlicht. Die Beschreibungen stammen aus einem riesigen Lexikon, das zwischen 1814 und 1833 erschien. Verfasst wurde dieses Werk von August Schumann, dem Vater des berühmten Komponisten Robert Schumann.

In den Texten geht es vor allem um die Dörfer Schmölln, Pausitz und Zeititz. So wird über Schmölln berichtet, dass der Name vermutlich vom wendischen Wort für Schilf kommt. Damals war der Ort eng mit dem Rittergut Nitzschwitz verbunden und lag an der Mulde. Die Bewohner mussten für kirchliche Angelegenheiten nach Bennewitz fahren.

Auch über Pausitz gibt es spannende Details. Das Dorf gilt als sehr alt und wurde bereits im Jahr 991 erwähnt. Damals gab es dort einen Tausch zwischen dem Erzbischof von Magdeburg und einem Grafen. Die Texte beschreiben Pausitz als einen Ort in einer schönen Aue, der aber oft mit schweren Überschwemmungen durch die Mulde zu kämpfen hatte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf laut den alten Aufzeichnungen schwer getroffen, sogar die Kirchenbücher wurden damals vernichtet.

Das Dorf Zeititz wird in den historischen Aufzeichnungen eher schlicht beschrieben. Es lag in einer waldigen Gegend und gehörte zur Gerichtsbarkeit des Rittergutes in Machern. Damals gab es dort nur etwa 16 Häuser und eine kleine Anzahl an Kühen.

Die Gemeinde stellt diese Texte der Öffentlichkeit zur Verfügung, um die regionale Geschichte greifbar zu machen. Die Informationen dienen als Ergänzung für die Arbeitsgruppe Chronik und interessierte Bürger.

Quelle: Bennewitz – zur Originalmeldung

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