Arnsberg: Verwirrter Fahrer verursachte Unfall mit VW Golf
Am Montagabend gegen 20:30 Uhr bemerkte ein Zeuge in Arnsberg (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) einen weißen VW Golf. Der Wagen fuhr in Schlangenlinien aus Richtung Hüsten in Richtung Alt-Arnsberg. Eine Polizeistreife konnte den Wagen auf der Hüstener Straße anhalten. Dabei bemerkten auch die Beamten, dass der Fahrer nicht geradeaus fuhr. Im Altstadttunnel passierte der Golf den rechten Bordstein nur knapp. Erst auf der Ruhrstraße hielt der Mann schließlich an.
Der 67-jährige Fahrer aus Arnsberg wirkte bei der Kontrolle verwirrt. Er zitterte stark und konnte sein Gleichgewicht kaum halten. Ein Test auf Alkohol blieb negativ. Die Polizei vermutet jedoch, dass der Mann verschiedene Medikamente eingenommen hatte, die ihn im Straßenverkehr unfähig machten. Auf der Wache entnahm eine Ärztin eine Blutprobe. Die Beamten nahmen ihm den Führerschein ab und untersagten ihm vorerst das Autofahren.
Bei der Durchsuchung des Autos entdeckten die Polizisten einen frischen Schaden an der rechten Seite. Der Außenspiegel war komplett zerstört, Glas und Gehäuse fehlten. Der Fahrer gab zu, dass er zuvor mit dem Spiegel gegen etwas gestoßen war. Er wusste jedoch nicht mehr, wo genau das passiert war oder was er beschädigt hatte. Er war einfach weitergefahren.
Ein Zeuge hatte den Golf bereits ab dem Lidl-Markt an der Heinrich-Lübke-Straße in Hüsten beobachtet. Er folgte dem Wagen über die Arnsberger Straße, die Bruchhausener Straße, durch Niedereimerfeld, die Wannestraße, Sauerlandstraße, Hüstener Straße und die Jägerstraße bis durch den Altstadttunnel zur Ruhrstraße. Auf diesem Stück sah der Zeuge keinen Unfall. Das bedeutet, dass der Zusammenstoß bereits vorher an einem anderen Ort passiert sein muss.
Die Polizei sucht nun nach weiteren Hinweisen. Wer den weißen VW Golf vor 20:30 Uhr gesehen hat oder selbst einen Schaden an seinem Auto, einem Verkehrsschild oder am Grundstück bemerkt hat, soll sich melden. Auch Hinweise auf gefundene Spiegelteile sind wichtig. Wer etwas weiß, kann die Wache Arnsberg unter 0291/9020-3211 erreichen.
Die Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und wegen Fahrerflucht dauern an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis – zur Originalmeldung