Olsberg: Großbrand im Wald fordert 180 Retter
Am Montagnachmittag gegen 16:43 Uhr ging der Notruf ein. In der Talstraße in Olsberg (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen), oberhalb des Umspannwerks am Stausee, brannte ein Waldstück. Schon auf dem Weg zum Einsatz bemerkten die Retter, wie groß die brennende Fläche war. Deshalb wurde die Alarmstufe sofort auf Feuer 4 erhöht.
Insgesamt rückten rund 180 Einsatzkräfte mit 36 Fahrzeugen aus Olsberg, Brilon und Bestwig an. Unterstützt wurden sie vom Wasserförderzug und der IUK aus dem Hochsauerlandkreis, einem Tankwagen aus Meschede-Enste sowie einer Drohne aus Bestwig. Auch Leute von Wald und Holz NRW und die Polizei waren vor Ort.
Zuerst versuchten die Feuerwehrleute, die Flammen mit mehreren Strahlrohren zu löschen. Das Wasser holten sie sich direkt aus dem nahen Stausee. Doch starker Wind trieb das Feuer schnell weiter in Richtung des Hochwaldes. Die Retter konnten jedoch verhindern, dass die hohen Bäume ebenfalls in Brand gerieten.
Um genug Wasser an die Stelle zu bekommen, verlegte der Wasserförderzug eine Leitung vom Kanal des Stausees. Über diese und 24 Kreisregner flossen etwa 2500 Liter Wasser pro Minute. In den oberen Bereichen mussten Tankwagen im Pendelverkehr fahren, um die Lücken zu füllen. Eine Drohne lieferte der Einsatzleitung Wärmebilder und Aufnahmen aus der Luft, damit man besser planen konnte.
Gegen 20 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle. Später am Abend wurde die Fläche hell ausgeleuchtet. Frische Kräfte suchten den Boden mit speziellen Waldbrandhacken nach Glutnestern ab und löschten diese mit weiteren Strahlrohren.
Die verbrannte Fläche ist etwa 26.000 Quadratmeter groß. Die Löscharbeiten dauerten noch bis Dienstagmittag an. Warum das Feuer ausbrach, ist noch nicht bekannt. Die Kriminalpolizei wird nun ermitteln, um die Brandursache zu klären.