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Annaberg-Buchholz: Carsharing-Angebot teilAuto feiert dritten Geburtstag

Roter Renault am Annaberger Markt Copyright und Urheber siehe Annaberg-Buchholz

Immer mehr Menschen in der Bergstadt teilen sich ein Auto. Seit dem Start im Juni 2023 ist die Zahl der Nutzer stark gestiegen.

In Annaberg-Buchholz (Sachsen) gibt es seit drei Jahren das Carsharing-Angebot von teilAuto. Als es im Juni 2023 losging, waren erst zehn Leute registriert. Mittlerweile sind es knapp 60 Nutzer. Das Angebot wird nicht nur von Privatpersonen genutzt, sondern auch von der Stadtverwaltung und der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH.

Das Ganze war kein Selbstläufer. Die Stadtverwaltung hatte Carsharing erst in ihr Mobilitätskonzept aufnehmen müssen, und auch ehrenamtliche Helfer haben mitgewirkt, damit der Anbieter überhaupt in die Stadt kommt. In einer Stadt wie Annaberg-Buchholz sind viele auf ein eigenes Auto angewiesen. Deshalb nutzen viele das Angebot eher als Ersatz für einen Zweitwagen, den man kaum braucht. Das spart Familien viel Geld. Manche Bewohner kommen sogar ganz ohne eigenes Auto aus. Sie fahren meistens zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus und buchen nur ein- oder zweimal pro Woche einen Wagen.

Für gewerbliche Kunden gibt es zwei Stationen, die schnell erreichbar sind: eine am Markt und eine am GDZ in der Adam-Ries-Straße. Die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung nutzen die Autos zum Beispiel für Dienstreisen.

Wer mitmachen will, muss sich einmalig auf teilauto.net registrieren. Die Autos können dann per App, über die Webseite oder per Telefon gebucht werden. Das funktioniert rund um die Uhr. Die Fahrzeuge lassen sich einfach mit dem Smartphone öffnen. Man kann sie für eine Stunde oder für mehrere Wochen mieten. Ein großer Vorteil ist, dass die Nutzer die Autos nicht nur vor Ort, sondern an allen teilAuto-Standorten leihen können. Über einen Verbund ist das sogar deutschlandweit möglich.

Laut Bundesverband Carsharing lohnt sich das Teilen vor allem für Leute, die im Jahr weniger als 14.000 Kilometer fahren und nicht täglich pendeln müssen. Im Schnitt ersetzt ein Carsharing-Auto etwa acht bis zehn private Pkw, was die Straßen in der Stadt entlastet.

Quelle: Annaberg-Buchholz – zur Originalmeldung

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