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Sachsen startet Aktionsplan gegen Extremismus an Schulen

Die Landesregierung will verfassungsfeindliche Symbole und Hetze aus den Klassenzimmern verdrängen. Dafür gibt es ab sofort eine engere Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Polizei und Justiz.

In sächsischen Schulen (Freistaat Sachsen) nehmen Vorfälle mit extremistischem Hintergrund zu. Das will die Landesregierung jetzt stoppen. Am 18. August 2026 wurde im Kabinett ein neuer Aktionsplan vorgestellt. Vier Ministerien – Kultus, Inneres, Justiz und Soziales – arbeiten dabei zusammen, um Kinder und Jugendliche besser vor Radikalisierung zu schützen.

Die Lehrer sollen künftig mehr Unterstützung bekommen. In Fortbildungen und Webinaren lernen sie, wie sie verfassungsfeindliche Symbole und Aussagen schneller erkennen und richtig einordnen. Wenn es bereits gekracht hat, sollen die Vorfälle pädagogisch aufgearbeitet werden. Die Schüler müssen sich dann mit ihrem Verhalten und den Folgen von menschenverachtenden Ideologien auseinandersetzen. Zudem wird die Demokratiebildung in allen Fächern gestärkt. Ab der ersten Klasse soll es eine sogenannte Klassenstunde geben, in der das demokratische Miteinander praktisch geübt wird.

Auch die Verbindung zu den Behörden wird direkter. Schulen bekommen einen E-Mail-Kontakt zum Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ). So können Verdachtsfälle schneller geklärt werden. Zudem können Lehrer die Zentrale Anlaufstelle für Opfer (rechts)extremistischer Bedrohungen (ZASTEX) für Beratungen und Gefahrenanalysen nutzen. Eltern erhalten Online-Infos vom Expertennetzwerk Extremismus, um Symbole rechtzeitig zu erkennen.

Die Justiz zieht ebenfalls mit. Richter und Staatsanwälte sollen für den Unterricht oder Gerichtsbesuche zur Verfügung stehen. Bei schweren Vorfällen gibt es nun feste Ansprechpartner bei der Generalstaatsanwaltschaft und den fünf Staatsanwaltschaften in Sachsen.

Ergänzt wird das Paket durch das Ministerium für Soziales. Über die Richtlinie „Weltoffenes Sachsen“ und das Demokratiezentrum gibt es bereits Hilfe bei extremistischen Vorfällen. Diese Angebote sollen nun noch enger mit der Polizei und der Justiz verzahnt werden, um Lehrkräften fachliche Beratung und Entlastung zu bieten.

Weitere Details zum genauen Ablauf der Maßnahmen sind dem veröffentlichten Aktionsplan zu entnehmen.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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