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Zell: Neue Brücke macht Liebesschlucht wieder begehbar

Gruppenfoto der Arbeiter auf der neuen Holzbrücke in der Liebesschlucht in Zell. Copyright und Urheber siehe Zell

Nach einer langen Sperrung können Wanderer wieder durch die Liebesschlucht spazieren. Eine neue Brücke über den Linnichbach macht den Weg sicher.

Die beliebte Wanderroute durch die sogenannte Liebesschlucht in Zell (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) war lange Zeit gesperrt. Der Weg war schlichtweg nicht mehr begehbar und gefährlich geworden. Das Problem waren kranke Bäume: Viele Eschen und Käferfichten waren abgestorben. Da das Gelände sehr unwegsam ist, konnten die Forstleute die morschen Stämme nicht mit Maschinen wegräumen. Wer dort wanderte, musste klettern und riskierte, dass ihm morsche Äste auf den Kopf fielen.

Um die Gefahr zu bannen, hat Förster Ole Conrad den Weg nun teilweise umgelegt. So wird der gefährliche Abschnitt mit den kranken Bäumen einfach umgangen. Damit das Ganze klappt, wurde eine neue Brücke über den Linnichbach gebaut. Die Konstruktion ist über zehn Meter lang und wurde gemeinsam mit einem Statiker aus Elz geplant.

Beim Bau wurde auf Teamarbeit und regionale Materialien gesetzt. Das Bauunternehmen Brand kümmerte sich um die Fundamente. Schwere Leimbinder wurden mit Hilfe der Forstwirte und der Gruppe „Wir für Zell“ an ihren Platz gehoben. Für den restlichen Bau, das Geländer und die Podeste nutzte der Förster Holz aus der Region. Fünf Eichen aus der Nähe von Sparrenwies, die ohnehin vom Eichenprachtkäfer befallen waren, wurden mit einem mobilen Sägewerk zu Brettern verarbeitet.

Insgesamt kostete das Projekt etwa 15.000 Euro. Die Stadt Zell übernimmt diese Kosten, die durch die Forstwirtschaft erwirtschaftet wurden. Da man das Holz der befallenen Eichen selbst verarbeitet hat, konnten rund 5.000 Euro gespart werden. Die Brücke ist ab sofort für Bürger und Gäste wieder offen.

Quelle: Zell – zur Originalmeldung

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