Worms: Traditionelles Fischerstechen beim Backfischfest abgesagt
Beim Wormser Backfischfest (Rheinland-Pfalz) fehlt in diesem Jahr ein wichtiger Höhepunkt. Das traditionelle Fischerstechen kann nicht stattfinden. Die Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms (KVG) musste den Wettkampf absagen, weil der Rhein zu wenig Wasser führt.
Das Problem ist, dass der Wasserstand so niedrig ist, dass die traditionellen Nachen gar nicht erst sicher zum Austragungsort kommen. Zwar findet das Stechen schon seit Jahren im Floßhafen und nicht mehr direkt auf dem Fluss statt, aber auch dort ist es momentan zu flach. In Absprache mit den Hafenbetrieben wurde entschieden, dass das Risiko zu groß ist. Es gibt zu viele flache Stellen und mögliche Hindernisse unter Wasser, die man nicht sieht. Zudem lassen sich die Boote kaum noch steuern.
Das ist gefährlich, weil die Teilnehmer beim Fischerstechen auf einem kleinen Podest am Bug des Bootes stehen. Von dort aus versuchen sie, den Gegner mit einer etwa fünf Meter langen Lanze ins Wasser zu schubsen. Unter den aktuellen Bedingungen wäre das zu riskant für die Mannschaften.
Das Fischerstechen ist eine der ältesten Traditionen des Festes. Früher sollte der Kampf den Wassergeistern gefallen, damit die Fischer ein gutes Jahr hatten. Heute treten Wormser Vereine gegeneinander an, um die Ehre zu gewinnen.
Das restliche Programm des Backfischfestes, das vom 29. August bis zum 6. September 2026 stattfindet, läuft aber ganz normal weiter. Die Veranstalter baten die Besucher um Verständnis für die Entscheidung.
Quelle: Worms – zur Originalmeldung