Wirtschaftsminister besucht Kompensationsprojekt im Pfungstädter Wald
Am 3. August machte der hessische Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori einen Stopp im Pfungstädter Wald (Landkreis Darmstadt-Dieburg). Er wollte sich vor Ort ansehen, wie Hessens größtes Kompensationsprojekt für die geplante Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim vorankommt. Begleitet wurde er dabei von Vertretern der Stadt Pfungstadt, der DB InfraGO AG und der Ökoagentur für Hessen.
Das Projekt ist eine Art Ausgleich für die Natur. Da die neue Bahnstrecke in die Landschaft eingreift, müssen an anderer Stelle Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Das Besondere hier: Die Deutsche Bahn beginnt damit schon Jahre, bevor die eigentlichen Bauarbeiten starten. So hat der Wald genug Zeit, sich zu entwickeln.
Der Minister sah sich verschiedene forstliche Methoden an. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Nesterpflanzung. Dabei werden nicht einfach ganze Flächen bepflanzt, sondern gezielt kleine Gruppen von Bäumen gesetzt. Diese sollen sich dann von selbst ausbreiten. Die Forstleute greifen nur dort ein, wo es wirklich nötig ist, damit ein stabiler Mischwald entsteht, der besser mit dem Klimawandel klarkommt.
Bürgermeister Maximilian Schimmel betonte, dass moderne Infrastruktur und Naturschutz zusammenpassen. Auch Forstmeister Oliver Mihaly erklärte, dass man auf die Eigenregeneration des Waldes setzt, um ihn widerstandsfähiger zu machen.
Die Neubaustrecke Frankfurt–Mannheim befindet sich aktuell noch in der Planungs- und Genehmigungsphase. Weitere Details zu den Maßnahmen finden Interessierte im Klimawald-Journal der Deutschen Bahn.
Quelle: Pfungstadt – zur Originalmeldung