Darmstadt: Ausstellung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
In Darmstadt (Hessen) findet im Justus-Liebig-Haus eine besondere Ausstellung statt. Unter dem Titel „Was ich anhatte“ geht es darum, ein hartnäckiges Vorurteil zu bekämpfen: dass die Kleidung der Opfer etwas mit sexueller Gewalt zu tun habe. Zwölf Frauen berichten in der Ausstellung von ihren Erlebnissen mit Übergriffen, Nötigung und Vergewaltigung.
Besonders deutlich wird das Problem an den gezeigten Kleidungsstücken. Die Besucher sehen unter anderem das Nachthemd einer 80-jährigen Frau und das Kleid eines sechsjährigen Mädchens. Damit soll gezeigt werden, dass die Verantwortung immer bei den Tätern liegt und nicht bei der Kleidung der Opfer.
Neben der Ausstellung gibt es ein großes Programm. Am 24. August um 18 Uhr wird die Ausstellung offiziell eröffnet. Wer eine Führung möchte, kann am 27. August um 17 Uhr oder am 4. September um 15 Uhr vorbeikommen. Für diese öffentlichen Führungen muss man sich nicht anmelden.
Am 30. August läuft im Rex Kino der Dokumentarfilm „LUCHADORAS“ über Wrestlerinnen aus Mexiko, die gegen Machismus kämpfen. Die Karten kosten 9,99 Euro (ermäßigt 8,99 Euro) und gibt es ab Mitte Juli im Vorverkauf. Danach gibt es ein Gespräch mit Expertinnen.
Für Frauen und Mädchen gibt es zudem am 4. September von 16:30 bis 19:30 Uhr einen kostenlosen Workshop zur Selbstbehauptung im Justus-Liebig-Haus. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung unter [email protected] nötig. Zum Abschluss liest die Anwältin Asha Hedayati am 7. September um 18 Uhr aus ihrem Buch „Die stille Gewalt“.
Schulklassen ab der 10. Klasse und Gruppen können Termine per E-Mail an [email protected] vereinbaren. Während der gesamten Zeit sind Fachkräfte vor Ort, um Gespräche zu führen und Unterstützung anzubieten.
Für Menschen aus Pfungstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) wird eine gemeinsame Anreise zur Ausstellung am 27. August sowie zur Lesung am 7. September organisiert. Interessierte können sich an Frau Vivian Groapa unter der Telefonnummer 06157–988–1163 oder per E-Mail an [email protected] melden.
Quelle: Pfungstadt – zur Originalmeldung