Ober-Ramstadt zeigt Modell der zerstörten Synagoge
In Ober-Ramstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen) gibt es bald eine besondere Ausstellung. Am Donnerstag, dem 13. August 2026, wird sie um 16 Uhr im Rathausfoyer eröffnet.
Es geht um die Geschichte der Synagoge in der Hammergasse. Das Gebäude wurde im Jahr 1938 während der sogenannten Reichskristallnacht zerstört. Seit 1983 erinnert nur noch ein Mahnmal an den Ort. Auch die dazugehörige Judenschule ist weg, sie wurde Ende der 1990er Jahre abgerissen.
Nun ist es gelungen, die Gebäude wieder sichtbar zu machen. Alfred Helm, der auch im Repair-Café hilft, hat dafür alte Baupläne aus dem Stadtarchiv und wenige erhaltene Fotos genutzt. Er hat die Synagoge und die Häuser in der Nachbarschaft mit einem 3-D-Drucker nachgebaut. Das Modell hat einen Maßstab von 1:50.
Zusammen mit dem Modell werden Displays gezeigt. Darauf sind alte Texte und Bilder zu sehen, die an die Verfolgung der Juden im Dritten Reich erinnern. Die Ausstellung kann ab dem Eröffnungstermin im Rathausfoyer besichtigt werden.