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Windeck: Vortrag über jüdische Aufklärung in Gedenkstätte

Am 20. September gibt es in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ einen kostenlosen Vortrag über die jüdische Aufklärungsbewegung.

In Windeck-Rosbach (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) geht es am Sonntag, den 20. September 2026, um die sogenannte „Haskala“. Das ist die Bezeichnung für die jüdische Aufklärungsbewegung, die im 18. und frühen 19. Jahrhundert stattfand. Diese Bewegung war für das aschkenasische Judentum eine echte Revolution und prägt das jüdische Leben bis heute.

Saskia Klemp hält zu diesem Thema einen Vortrag. Sie hat wissenschaftlich untersucht, welche Artikel in der deutsch-hebräischen Zeitschrift „Hameassef – Der Sammler“ veröffentlicht wurden. Diese Zeitschrift wurde 1783 von Issac Euchel gegründet und löste eine Kulturrevolution aus. Im Zentrum stand die Frage, wie man jüdisch bleiben und gleichzeitig voll an der modernen europäischen Gesellschaft teilnehmen kann. Ein wichtiges Ziel war damals die rechtliche Gleichstellung, damit Bürgerrechte nicht mehr von der Religion abhingen.

Der Vortrag findet von 14:45 Uhr bis 16:15 Uhr in der Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ in der Bergstraße 9 in 51570 Windeck-Rosbach statt. Wer zuhören möchte, muss sich nicht anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wer die Gedenkstätte an anderen Tagen besuchen möchte: Von März bis November 2026 ist sie immer an den ersten und dritten Sonntagen im Monat von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet (außer an christlichen und jüdischen Feiertagen). Seit dem 1. April 2026 gibt es neue Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 2 Euro. Für Rentner, Studierende, Azubis und Menschen mit Behinderung kostet der Eintritt 3,50 Euro. Mitglieder des Fördervereins kommen gratis rein.

Für Gruppen ab 10 Menschen können Termine für Führungen vereinbart werden. Diese kosten bei 10 bis 20 Menschen eine Pauschale von 45 Euro plus 3,50 Euro pro Person. Für Schulklassen ist die Führung kostenlos, es fallen nur die 2 Euro Eintritt pro Schüler an.

Quelle: Rhein-Sieg-Kreis – zur Originalmeldung

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