Heizöltanks illegal im Siebengebirge entsorgt
Jemand hat im Naturschutzgebiet Siebengebirge (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) seinen Müll einfach im Wald entsorgt. Auf einem Waldweg an der Logebachstraße, zwischen Ittenbach und Aegidienberg, entdeckten Einsatzkräfte zwei große Kunststofftanks. Die Behälter fassen jeweils 2.000 Liter. Sie lagen in der Nähe der ICE-Brücke, nur etwa 50 Meter vom Hartenbruchbach entfernt.
Die Tanks waren beschädigt, sodass Heizölreste in den Boden liefen. Neben den Tanks lagerten dort auch größere Mengen Bauschutt, zum Beispiel Reste von abgerissenen Mauern. Die Feuerwehr musste schnell handeln. Die Retter richteten die Tanks erst einmal auf und streuten Ölbindemittel, um den Schaden zu begrenzen. In den Tanks befanden sich noch Restmengen von etwa 10 und 40 Litern Öl.
Danach übernahm eine Fachfirma die Reinigung. Mit einem Minibagger wurde der verseuchte Boden ausgehoben und in Container geladen. Den Waldweg versuchten die Arbeiter anschließend wieder instand zu setzen. Die Kosten für die gesamte Aktion belaufen sich auf geschätzte 15.000 Euro. Hätte der Verursacher die Tanks legal entsorgt, hätte das wohl nur etwa 1.500 Euro gekostet.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tanks zwischen dem 7. und 14. August 2026 ausgebaut und dann im Wald abgeladen wurden. Wenn die Verantwortlichen nicht gefunden werden, muss der Rhein-Sieg-Kreis die hohe Rechnung bezahlen. Das bedeutet, dass am Ende alle Steuerzahler für den illegalen Müll aufkommen.
Die Polizei Bonn und der Kreis suchen nun Zeugen. Wer weiß, woher die Tanks kommen oder wer sie transportiert und abgeladen hat, soll sich melden. Hinweise kann man telefonisch an Mark Graber vom Amt für Umwelt- und Naturschutz unter der Nummer 02241 13-2438 geben.
Die Ermittlungen dauern an.