Botulismus am Rotter See in Troisdorf
Am 18. Juli 2026 fanden Behörden am Rotter See in Troisdorf (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) tote Wasservögel. Um herauszufinden, warum die Tiere gestorben waren, wurden sie zuerst an ein Untersuchungsamt nach Krefeld geschickt. Die Experten suchten nach Geflügelpest, dem West-Nil-Virus oder dem USUTU-Virus. Alle diese Tests waren jedoch negativ.
Daraufhin gingen die Proben an das Friedrich-Löffler-Institut. Dort suchte man nach Clostridium botulinum, einem Bakterium, das Botulismus auslöst. Nun liegen die Ergebnisse vor: Die Vögel waren tatsächlich an diesem Gift gestorben. Das Bakterium kommt weltweit vor und vermehrt sich besonders gut, wenn wenig Sauerstoff im Wasser ist und die Temperaturen passen. Die Tiere nehmen das Gift über das Wasser oder das Futter auf. Das führt zu Lähmungen, sodass die Vögel ihren Kopf nicht mehr heben und weder fressen noch trinken können. Am Ende sterben sie daran.
Für Menschen besteht laut den Behörden keine Gefahr, da dieses spezielle Gift nur Tiere wie Wasservögel oder Rinder angreift. Trotzdem gibt es wichtige Regeln für alle Besucher des Sees. Wer tote oder kranke Tiere sieht, darf diese auf keinen Fall anfassen oder selbst aus dem Wasser holen. Auch Hunde müssen von den Kadavern ferngehalten werden. Besitzer sollten zudem darauf achten, dass ihre Hunde nicht aus dem See trinken.
Die Stadt Troisdorf erinnert zudem an die geltenden Regeln für die Naherholungsanlage: Hunde müssen an der Leine geführt werden und Wasservögel dürfen nicht gefüttert werden. Wer dagegen verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro rechnen. Um die Ausbreitung des Giftes zu stoppen, entfernen die Behörden derzeit regelmäßig tote Tiere vom Gelände, da diese den Botulismus weiter fördern.
Die Behörden beobachten die Lage am Rotter See weiter.