Westerburg: Lars Benner blickt auf Ausbildung an Kläranlage zurück
Lars Benner kommt aus Hergenroth und hat gerade seine dreijährige Ausbildung bei den Abwasserwerken der Verbandsgemeinde Westerburg (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz) abgeschlossen. Auf den Beruf kam er durch einen Freund seiner Eltern, der heute sein Vorarbeiter ist. Vor der Lehre hatte er die Sekundarstufe I beendet und erste Erfahrungen in Metallbaufirmen gesammelt.
Sein Alltag bestand vor allem aus der Wartung und Kontrolle von drei Kläranlagen sowie Aufgaben im Labor. Der Wechsel zwischen der Berufsschule und der Praxis war anfangs gewöhnungsbedürftig. Zusätzlich besuchte er Lehrgänge der IHK, zum Beispiel in den Bereichen Metall und Elektrik.
Besonders gefiel ihm die Fehlersuche an den Anlagen. Eine der schwierigsten Aufgaben war die Reparatur der Nachklärbeckenräumer. Dafür musste er mit einem Kollegen auf einem Floß mitten im Becken arbeiten. Ein persönlicher Erfolg war für ihn eine Zentralschmierung für eine Winkelpresse, die er von der Materialbeschaffung bis zur Inbetriebnahme komplett alleine gestemmt hat.
Lars Benner räumt mit Vorurteilen auf. Viele denken, dass die Arbeit an Kläranlagen nur dreckig sei und jeder den Job machen könne. Das stimme nicht, so Benner. Er betont, dass man mit hochmoderner Technik arbeitet und viel Wert auf Hygiene legt. Wer den Job machen will, sollte handwerklich begabt sein, technisches Verständnis haben und nicht zu empfindlich bei Schmutz reagieren.
Nach dem Abschluss wurde er von der Verbandsgemeinde übernommen. Er hat nun die Möglichkeit, sich im Beruf weiterzubilden. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Ailertchen – zur Originalmeldung