Weingarten: Kinder bauen Instrumente beim Musikverein
In Weingarten (Baden) gab es für Kinder ein besonderes Programm im Rahmen des Ferienspaßes. Rund ein Dutzend Kinder besuchten den örtlichen Musikverein, um dort selbst Instrumente zu bauen. Dabei ging es nicht nur ums Basteln, sondern auch darum, wie Musik überhaupt funktioniert.
Der Nachmittag startete mit einem gemeinsamen Warm-up. Die Kinder stellten sich in einen Kreis und stampften sowie klatschten im Rhythmus, mal laut und mal leise, um locker zu werden. Danach ging es an die Arbeit an den Basteltischen.
Insgesamt standen sechs verschiedene Angebote bereit, von denen sich jedes Kind drei aussuchen konnte. Mit Hilfe der Vereinsmitglieder entstanden so Schlauchhörner, Regenmacher, Schellenzkränze, Tontopfglocken, Trommeln und Klangstäbe. Alle Instrumente wurden aus einfachen Materialien gefertigt.
Besonders aufwendig war der Bau der Regenmacher: In Papprohre wurden Nägel eingeschlagen, die Löcher waren bereits vorgebohrt. Nachdem eine Seite verschlossen war, füllten die Kinder Reiskörner ein und machten das Rohr dicht. Je nach Menge der Körner entstand beim Drehen ein sanftes Geräusch, das an Regen im Urwald erinnert.
Auch andere Ideen waren dabei: Eine Glocke wurde aus einem Blumentopf aus Ton und einem Holzklöppel gebaut. Für den Schellenkranz nutzten die Kinder alte Kronkorken. Das Schlauchhorn bestand aus einem zusammengerollten Plastikrohr mit einem Trichter vorne, das am Ende farbig beklebt wurde und wie eine Elefantentrompete klang.
Zum Abschluss probierten die Kinder ihre Werke in einem gemeinsamen Orchester aus. Der Musikverein bietet diese nachhaltigen Bastelideen jedes Jahr an, damit die Kinder den Spaß am Musizieren mit in ihren Alltag nehmen können.