Weingarten sucht weitere Nester der Asiatischen Hornisse
Am vergangenen Samstag haben Fachleute in Weingarten (Baden) ein weiteres Nest der Asiatischen Hornisse entfernt. Diesmal hatten sich die Tiere in einem alten Schweineverschlag eingenistet. Zuvor wurden bereits zwei andere Nester entdeckt: eines tief in einer Brombeerhecke und ein weiteres in etwa sechs Metern Höhe im Lichtschacht eines Hauses.
Die Tiere sind sehr flexibel bei der Wahl ihres Verstecks. Aktuell werden die Hornissen auch immer öfter vor Bienenstöcken gesichtet, so zum Beispiel bei den Völkern der Turmbergschule. Das zeigt, dass sich in dem Ort noch weitere Nester befinden müssen.
Die Bewohner sollen deshalb genau hinschauen, wenn an Häusern, Garagen, Schuppen oder Hecken ungewöhnlich viel Flugbetrieb herrscht. Besonders wichtig ist der Blick in die Baumwipfel. Die Königinnen ziehen mit ihrem Volk derzeit oft in die Bäume, legen aber parallel dazu im alten Nest weiter Eier. Im September erreichen die Völker ihre Höchststärke, sodass dann mehrere tausend Tiere gleichzeitig in einem Nest leben können. Manche Völker bleiben jedoch auch im ersten Nest, wenn der Platz dort gut geschützt ist.
Die Gefahr ist groß, da die Asiatische Hornisse ein anderes Verteidigungsverhalten hat als heimische Insekten. Oft werden Menschen gestochen, wobei es gleich mehrere Stiche sein können. In manchen Fällen war deshalb ein Arztbesuch oder sogar der Notarzt nötig.
Wer ein Nest entdeckt, soll dieses mit einem Foto an die Landesanstalt für Bienenkunde unter lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-Hornisse-melden melden. Damit die Entfernung schneller geht, können Betroffene zusätzlich den Imkerverein unter [email protected] oder das Ordnungsamt der Gemeinde unter [email protected] informieren.