Waldbrand am Möhnesee: Retter kämpfen gegen Glut
Die ganze Nacht über war am Möhnesee (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) ein großer Einsatz im Gange. Rund 100 Leute von der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, dem THW und der Polizei kämpften gegen das Feuer im Wald. In der Nacht konnten die Retter nicht direkt in das Brandgebiet gehen. Das Gelände ist zu schwierig und viele Bäume sind so stark beschädigt, dass es zu gefährlich gewesen wäre.
Deshalb konzentrierten sich die Teams aus Geseke, Hamm sowie aus Kamen, Bergkamen, Schwerte und Unna darauf, die Seiten des Brandgebiets abzusichern. So wollten sie verhindern, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Gegen 06:30 Uhr am Morgen übernahmen dann die Kräfte aus Möhnesee und Soest den Dienst.
Jetzt wird die Brandbekämpfung wieder intensiv fortgesetzt. Die Retter nutzen Handwerkzeuge und Maschinen aus der Forstwirtschaft. Sie graben den Waldboden teilweise um, um auch die letzten Glutnester zu finden und zu löschen. Die Arbeit ist extrem anstrengend, weil das Gelände steil ist und die Temperaturen über 30 Grad steigen.
Damit genug Wasser vorhanden ist, hilft die Feuerwehr aus dem Kreis Paderborn mit einem speziellen System aus. Weil dieses System Platz braucht, bleibt die B229 in diesem Bereich voll gesperrt. Das THW und Hilfsorganisationen kümmern sich seit gestern Nachmittag darum, dass die Einsatzkräfte versorgt werden und genug Treibstoff und Material da sind.
Die Retter rechnen damit, dass der Einsatz mindestens bis Freitagmittag dauert. Es ist aber auch möglich, dass sie noch länger im Wald bleiben müssen, bis alles sicher gelöscht ist.