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Waldbronn plant neue Strategie für den Gemeindewald

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Der Gemeinderat hat sich den Zustand des 345 Hektar großen Waldes angesehen. Es geht um den Kampf gegen den Klimawandel, neue Regeln für Brennholz und eine Aktion gegen Giftpflanzen.

Vor der Sommerpause hat der Gemeinderat von Waldbronn (Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg) eine Waldbegehung gemacht. Zusammen mit Forstexperten, Jagdpächtern und Bürgern haben sie sich verschiedene Stationen im Gemeindewald angesehen. Dabei wurde deutlich: Der Klimawandel hinterlässt Spuren. Heiße Sommer und lange Trockenperioden schaden den Bäumen, vor allem Buchen in trockenen Lagen sind in Gefahr.

Um den Wald fit für die Zukunft zu machen, setzt die Forstverwaltung nun auf Mischwälder. Es sollen mehr Eichen und Douglasien gepflanzt werden, da diese besser mit der Hitze klarkommen. Zudem will man junge Bäume fördern, die von selbst nachwachsen. Damit das klappt, muss die Jagd angepasst werden. Martin Moosmayer erklärte, dass zu viele Rehe die jungen Triebe fressen. Deshalb sollen die Jagdpächter nun eventuell mehr Tiere abschiessen, damit der Wald wieder natürlich wachsen kann.

Für alle, die Brennholz kaufen wollen, gibt es ab dem 1. Januar 2027 eine wichtige Änderung. Der Verkauf von langem Brennholz läuft dann nur noch über die App „Holzfinder“. Die alte Anmeldung und Zuteilung durch den Förster oder die Verwaltung fällt damit weg.

Ein weiteres Projekt ist der mögliche „Kur- und Heilwald“ im Bereich des Waldparks. Dieser Bereich soll künftig für die Gesundheit und Erholung genutzt werden. Bevor es richtig losgeht, müssen aber noch Konzepte erstellt und Partner gesucht werden. Ein Schild am Eingang des Waldparks wird bald auf diesen Modellversuch hinweisen.

Wer selbst mithelfen will, kann am Samstag, 14. November 2026, aktiv werden. Von 10 bis 12 Uhr organisiert der BUND Mittleres Albtal am Römerweg eine Aktion gegen den Kirschlorbeer. Die Pflanze stammt aus Gärten, verdrängt im Wald heimische Arten und ist zudem giftig. Alle interessierten Bürger können bei der Bekämpfung helfen.

Zuletzt ging es um die langfristige Planung. Alle zehn Jahre wird die sogenannte Forsteinrichtung erstellt, die den Kurs für Pflege, Holznutzung und Naturschutz vorgibt. Da der aktuelle Plan Ende 2027 ausläuft, beginnt die Gemeinde bereits im nächsten Jahr damit, die neuen Ziele festzulegen.

Quelle: Waldbronn – zur Originalmeldung

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