VW-Werk Zwickau: Minister Panter kämpft um Arbeitsplätze
Um das VW-Werk in Zwickau (Sachsen) zu retten, setzt Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter auf harte Zahlen. Nach einer Entscheidung des VW-Aufsichtsrats besteht laut Panter weiterhin die Chance, dass das Werk auch nach 2031 weiterläuft. Er will nun alles tun, damit die Arbeitsplätze gesichert bleiben.
Der Minister betont, dass das Werk in Zwickau das effizienteste in ganz Deutschland sei. Die Mitarbeiter dort würden bereits mit Hochdruck daran arbeiten, die Kosten weiter zu senken. Die Qualität der Arbeit und die wirtschaftlichen Daten sprächen aus seiner Sicht deutlich für einen Erhalt und eine bessere Auslastung der Produktion.
Jetzt liegt der Ball beim VW-Vorstand in Wolfsburg. Panter fordert, dass die Konzernleitung eine wirtschaftlich tragfähige Lösung vorlegt. Eine Idee des Ministers: VW solle prüfen, ob Modelle aus China, die bisher noch nicht in Deutschland auf dem Markt sind, in Zwickau gebaut werden könnten. Dafür brauche es nun einen offiziellen Auftrag aus der Konzernzentrale.
Die Angelegenheit ist so dringend, dass Dirk Panter sogar seine Reise nach Vietnam vorzeitig abbricht. Er kehrt früher zurück, um sich kurzfristig mit der Werksleitung und den Mitarbeitern in Zwickau über die Zukunft des Standorts auszutauschen.