Sachsen sucht Ingenieure in der Mongolei
Andreas Handschuh, der Chef der Sächsischen Staatskanzlei, bricht vom 7. bis 9. September nach Mongolei auf. Er reist nicht allein, sondern nimmt eine Gruppe aus der sächsischen Wirtschaft und Wissenschaft mit. Im Zentrum der Reise steht die Suche nach neuen Fachkräften. Konkret geht es um das Programm »1.000 Ingenieure«, das unter der Schirmherrschaft des mongolischen Präsidenten steht. Sachsen möchte junge Leute aus der Mongolei davon überzeugen, bei uns Ingenieurwissenschaften zu studieren.
Die Verbindung zwischen Sachsen und der Mongolei ist alt. In diesem Jahr wird die Bildungskooperation sogar 100 Jahre alt. Schon vor einem Jahrhundert waren die ersten mongolischen Studenten an deutschen Hochschulen. Handschuh will diese Tradition nutzen und die Kontakte vertiefen. Er plant Gespräche mit Leuten aus der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft.
Ein wichtiger Stopp auf der Reise ist das German-Mongolian Institute for Resources and Technology (GMIT) in Ulaanbaatar. Dort wird es konkret: Die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) will eine bestehende Partnerschaft mit dem Institut erneuern und die gemeinsame Forschung ausbauen. Auch die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) plant ein neues Abkommen für gemeinsame Studienprogramme.
Das ist keine spontane Idee. Handschuh war bereits im November 2023 in Ulaanbaatar, damals noch als Wissenschaftsstaatssekretär. Seit 2024 gibt es zudem ein sächsisches Verbindungsbüro vor Ort, das von der TU Bergakademie Freiberg geleitet wird. Dieses Büro hilft dabei, die Hochschulen beider Länder besser zu vernetzen. Zwischen der HTWD und dem GMIT läuft die Zusammenarbeit bereits bis zum Jahr 2030, wobei vor allem der Austausch von Studenten und Lehrern im Vordergrund steht.