Ostdeutsche Länder suchen in Leipzig nach neuen Arbeitern
In den ostdeutschen Bundesländern fehlen immer mehr Leute für die Arbeit. Die Lage ist ernst: Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft könnte die Zahl der Menschen im arbeitsfähigen Alter bis zum Jahr 2045 um mehr als ein Fünftel sinken. Deshalb setzen die Länder nun auf Zusammenarbeit.
Am 4. September treffen sich die Fachkräfteinitiativen in Leipzig (Sachsen). Das Treffen wird vom Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit in Sachsen, kurz ZEFAS, organisiert. Seit 2023 kommen die Verantwortlichen einmal im Jahr zusammen, um Erfahrungen auszutauschen. Sebastian Vogel vom ZEFAS sagt dazu, dass die Lösungen für den Personalmangel überall anders aussehen können. Man wolle voneinander lernen und schauen, welche Wege bereits funktionieren, um diese in der eigenen Region zu nutzen.
Beim Treffen sind Vertreter aus Thüringen (ThAFF), Sachsen-Anhalt (FiF), Brandenburg (WfBB) und Mecklenburg-Vorpommern dabei. Jedes Land bringt eigene Projekte mit: Sachsen stellt das neue Informationsportal „SAXONY WORKS“ und Kooperationen mit anderen Ländern vor. Sachsen-Anhalt berichtet über seine Weiterbildungsagentur und Thüringen erzählt von der Zusammenarbeit mit Hochschulen.
Das ZEFAS in Sachsen kümmert sich generell darum, dass Arbeitsbedingungen attraktiver werden. Das Zentrum hilft dabei, Angebote sichtbarer zu machen und Themen wie Verbundausbildungen oder gesunde Arbeitsplätze voranzutreiben. Ob die gemeinsamen Strategien ausreichen, um den Bevölkerungsrückgang abzufedern, wird die Zeit zeigen.