Unwetter in Siegen sorgt für Chaos und Unfälle
Gegen 14:20 Uhr ging der erste Alarm ein. Dann peitschte der Sturm durch das gesamte Stadtgebiet von Siegen (Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen). Überall stürzten Bäume um oder Äste brachen ab. Die Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr waren im Dauereinsatz, besonders in Eiserfeld, Niederschelden, der Innenstadt, Weidenau, Kaan-Marienborn und Geisweid.
Auf vielen Straßen herrschte Chaos. Die B 54 im Bereich Eremitage, die Freudenberger Straße, die Eiserfelder Straße, die Marburger Straße und die Eiserntalstraße waren teilweise durch Baumstämme und Äste blockiert. In der Rosterstraße hing ein Baum sogar in einer Stromleitung, weshalb die Feuerwehr die Straße komplett sperren musste. In Niederschelden lagen Bäume auf den Gleisen, und in der Wehrstraße zertrümmerte ein Baumteil eine Gartenhütte.
Neben den Sturmschäden kam es zu schweren Unfällen. Auf der BAB 45 rutschte ein Auto bei Aquaplaning von der Fahrbahn und krachte gegen die Mittelschutzplanke. Eine Person wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht. In der Eiserntalstraße knallte ein Pkw gegen einen Bus. Eine Person wurde vor Ort untersucht, musste aber nicht ins Krankenhaus.
Auch andere Notrufe gingen ein. In Kaan-Marienborn löste der Wind in einem Betrieb die Brandmeldeanlage aus, weil Material aufgewirbelt wurde. In der Heeserstraße löschten die Retter einen brennenden Mülleimer. Ein gemeldeter Kabelbrand in Siegen stellte sich als Kurzschluss an einer Steckdose heraus.
Insgesamt waren rund 120 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von der Polizei, dem Bauhof und anderen städtischen Diensten. Um den Überblick zu behalten, richtete die Feuerwehr zwischen 15:00 und 16:50 Uhr eine eigene Koordinierungsstelle ein. An vielen Stellen, etwa in Geisweid oder am Rosterberg, mussten Bereiche abgesperrt werden, weil Äste herabstürzen könnten. Die Feuerwehr warnt, dass instabile Bäume auch nach dem Sturm noch gefährlich sind und Absperrungen beachtet werden müssen.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.